Gehwegsanierung startet – Radler müssen auf die B 19

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Begegnungsverkehr auf dem schmalen Weg an der B 19 ist derzeit alternativlos. Der Lückenschluss am Radweg steht noch aus.
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Warum die dringend notwendige Sanierung des straßenbegleitenden Gehwegs den Insidern auch Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

Abtsgmünd/Obergröningen

Diese gute Nachricht hat auch das Potenzial für Sorgenfalten: "Die Sanierung des Gehweges zwischen Algishofen und Fach entlang der B 19 im Kochertal beginnt am Dienstag, 25. August", verkündet das Regierungspräsidium Stuttgart. Abschnittsweise werde die Bundesstraße dann halbseitig gesperrt. Voraussichtlich bis zum Donnerstag, 17. September, sollen die Arbeiten fertig sein und die Fahrbahndecke des Gehweges wieder in Schuss. Derzeit ist der rund 1,6 Kilometer lange Streckenabschnitt nämlich übersät von starken Verdrückungen, Flickstellen und Setzungen. Eine wahre Holperpiste, weshalb im Obergröninger Rathaus fast täglich erboste Anrufe von Radfahrern eingingen, sagt Bürgermeister Jochen König.

Denn – und das ist es, was den Kennern der Örtlichkeit große Sorgen macht: der extrem schmale Gehweg ist das Nadelöhr im mittlerweile sehr beliebten und in der Ferienzeit extrem genutzten Kochertalradweg. Exakt zwischen Algishofen und Fach weist dieser eine Lücke auf, alle Radler sind gezwungen, den straßenbegleitenden Gehweg zu nutzen, was nicht selten zu gefährlichen Begegnungen führt.

Und ausgerechnet jetzt in den Ferien, wenn tatsächlich hunderte Radfahrer täglich durch das ansonsten idyllische Tal unterwegs sind, wird hier die Baustelle eröffnet. Wohin sollen die denn alle hin, ist die Frage.

Ursprünglich hätten die Planer die Idee gehabt, dass die Ausweichroute von Fach den halben Berg hinauf nach Obergröningen und dann wieder hinunter nach Algishofen ausgeschildert wird, sagt Jochen König. Dessen Einwand, dass das kein Radfahrer auf sich nehmen werde, dann wohl Gehör fand: "Während der Bauzeit werden die Radfahrer gebeten, auf die Bundesstraße auszuweichend", sagt RP-Sprecherin Julia Christiansen auf Anfrage. Da während der Bauzeit in diesem Bereich der Verkehr auf der B 19 durch eine Ampelanlage gesichert und geregelt werde, sei das wohl ein gangbarer Weg.

Lückenschluss muss kommen

"Ich hoffe auf eine gute Absicherung der vielen Radfahrer", sagt dazu Abtsgmünds Bürgermeisterstellvertreter Armin Friedrich in Vertretung für den im Urlaub befindlichen Schultes. Er hoffe außerdem, dass sich in Sachen Lückenschluss beim Radweg endlich etwas tut und der neue Asphalt auf dem schmalen Gehweg nicht einen unhaltbaren Zustand auf Dauer zementiere.

"Wir stehen da in der Bringschuld", räumt Bürgermeister Jochen König für die Gemeinde Obergröningen ein, auf deren Markung der neue Radweg verlaufen würde. Und wirbt für Verständnis: Bis jetzt sei den Landwirten noch keine akzeptable Trasse präsentiert worden.

Die Gehwegsanierung jetzt lässt sich der Bund als Baulastträger 100 000 Euro kosten. Der alte Asphaltbelag wird abgefräst, der Untergrund nachverdichtet, nachprofiliert und eine neue Asphaltdeckschicht wird eingebaut. Dafür muss die B 19 jeweils in Teilabschnitten von etwa 350 Metern halbseitig gesperrt werden. Die Sperrung werde an jedem Arbeitstag auf- und wieder abgebaut. Die Regelung des Verkehrs erfolgt über eine Ampelanlage.

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