Ampelanlage am Ortseingang in Hohenstadt

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Ortsbaumeister Ralf Löcher und Bürgermeister Armin Kiemel begutachten beim Vor-Ort-Termin mit Günther Kuhn (Gebrüder Eichele GmbH) und Geschäftsführer Heinrich Eichele (v.l.n.r.) die neue Ampelanlage.

Das Landratsamt Ostalbkreis übernimmt die Kosten für die „schlafende Ampelanlage“ von knapp 30 000 Euro. Was der Grund dafür ist und was das bedeutet.

Abtsgmünd-Hohenstadt

Schon seit Jahren wird seitens der Bevölkerung das zu schnelle Fahren am aus Obergröningen kommenden Ortseingang von Hohenstadt beklagt. Die Stelle ist durch die Kinder, die zur Schule oder zum Kindergarten laufen und dazu die Straße queren müssen, ein neuralgischer Punkt. Daher laufen bereits seit 2008 Untersuchungen über mögliche Varianten der Geschwindigkeitsreduzierung und das sichere Überqueren der Landesstraße L 1080.

Durch die vor Ort vorhandene Verkehrssituation mit versetzter Kreuzung, die Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums bei einer Landesstraße und dem Landratsamt als Verkehrsbehörde, sei das Bauvorhaben komplizierter als es auf den ersten Blick erscheint, informiert die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Im Rahmen der Untersuchungen habe man beispielsweise eine Querungshilfe für Fußgänger angedacht. Diese ließe sich jedoch nicht realisieren, da zum einen angrenzende Hofzufahrten nicht behindert werden dürften und größere Fahrzeuge und Schulbusse beim Abbiegen in die Schulstraße beziehungsweise Josefsgasse die Gegenfahrbahn mitnutzen müssen. Die Verbreiterung oder Aufweitung der Straße in nördliche Richtung sei ebenfalls untersucht worden, aber aufgrund der notwendigen Grunderwerbsverhandlungen gescheitert. Auch das Anlegen eines Fußgängerüberweges oder einer Fußgängerampel wurden mehrfach angeregt - aber auch diese seien wegen der nicht erreichten notwendigen Fußgängerzahlen ebenfalls immer wieder abgelehnt worden. Im Oktober 2019 habe die Gemeinde die Fachbehörden erneut um Prüfung der Möglichkeiten. Nach Gesprächen und einem weiteren Vor-Ort-Termin sei schließlich der Vorschlag einer „schlafenden“ Fußgängerampel genehmigt worden. Die Firma Gebrüder Eichele GmbH konnte diese Woche mit der Errichtung der Ampelanlage beginnen. Die Baumaßnahme sieht die Herstellung eine „schlafenden Ampelanlage“, die auf Anforderung Signal gibt, vor. Zudem werde an den entsprechenden Stellen der bestehende Gehweg verbreitert und der Fahrbahnrand erhöht.

Die Kosten belaufen sich laut Gemeinde auf rund 135 000 Euro. Im Zuge der Bauarbeiten sollen Breitbandleerrohre im geplanten Umbaubereich vorverlegt werden. Das Landratsamt Ostalbkreis übernimmt die Kosten für die Ampelanlage von knapp 30 000 Euro.

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