Ein musikalisches Licht angezündet

+
20 Mitglieder des "Chorus Lein" unter der Leitung von Bernd Büttner umrahmten am Samstagabend den Vespergottesdienst mit Pfarrer Michael Holl zum Patriziusfest in der Wallfahrtskirche in Hohenstadt.

An die Geschichte des heiligen Patrizius haben Pfarrer Michael Holl und  „Chorus Lein“  in der Wallfahrtskirche in Hohenstadt erinnert.

Abtsgmünd-Hohenstadt

Wohltuend und Balsam für die Seele war der Chorgesang in der Wallfahrtskirche in Hohenstadt zum musikalischen Vespergottesdienst am Samstagabend. Unter der Leitung von Bernd Büttner hörte man nach langer, Pandemie bedingter Zwangspause wieder die Mitglieder des „Chorus Lein“. Rund 20 Sängerinnen und Sänger erhoben ihre Stimmen.

Die Freude über das Singen nach so langer Zeit war den Gesichtern abzulesen, dass sie den Vespergottesdienst zum Patriziusfest musikalisch gestalten konnten. „Wir hatten eine Singstunde in der vergangenen Woche und noch eine Generalprobe“, erklärte Bernd Büttner. Ihr Auftritt am Samstag bewies, dass sie nichts verlernt haben. Sie können es noch. Egal, ob „Jesus berühre mich“ oder „Ubi caritas“ und „Amen“, auf drei Sprachen berührten ihre Stimmen  die Herzen der Gläubigen, die sich in der Wallfahrtskirche versammelt hatten. Umrahmten den Vespergottesdienst virtuos, zu dem Pfarrer Michael Holl eingeladen hatte.

Mit Klängen von Johann Sebastian Bach eröffnete Organist Yannick Groß den Vespergottesdienst, das Präludium und Fuge in C-Dur hallte durchs ehrwürdige Gotteshaus, das mit weißen und gelben Gerbera sowie Lilien im Altarraum und den Seitenaltären ausgeschmückt war.

 „Besser, ein Licht anzünden, als auf die Finsternis zu schimpfen“ empfahl Pfarrer Michael Holl. Und forderte die Gläubigen am Samstagabend dazu auf, sich das „Licht der Musik schenken zu lassen“.

„Chorus Lein“ ließ sich nicht lange bitten und begann den Vespergottesdienst zum Patriziusfest mit dem Hohenstadter Wallfahrtslied „Wir grüßen dich all in Frohlocken …“

„Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt“, zitierte Kirchengemeinderat Dr. Martin Häußermann bei der Lesung aus dem Brief, den Paulus an die Römer schrieb, in dem es um Gnade, Verheißung und Glaubensgerechtigkeit geht.

Pfarrer Holl wiederum erinnerte an die Verschleppung des Patrick aus seinem Heimatland Britannien durch irische Seeräuber. Verschleppt auf die grüne Insel, gelang ihm erst Jahre später die Flucht. Und anstatt den Iren zu zürnen, bildete sich der junge Patrick, Sohn eines römischen Beamten, weiter. „Er hat Gott in der Einsamkeit und Natur gespürt“, beschrieb Holl. Und kehrte schließlich als Missionar wieder zurück nach Irland, bildete junge Mönche aus und verkündete unentwegt die frohe Botschaft. Zudem bildete er Priester aus. „Sein Glaube ist die Folge einer Bekehrung“, beschrieb Holl. Und dieser sei zurückgegangen nach Irland, nichtsahnend, dass er einmal der Patron für Irland werden soll.

Eben solche Menschen bräuchte man auch heute, die Versöhnung und nicht Streitigkeiten bringen, die Jesus Christuseinst geschenkt habe. Im Blick hatte der Geistliche die Kriegswirren in der Ukraine. „Gott wohnt dort, wo die Liebe wohnt“, zitierte Holl aus dem Lied „Ubi caritas“, das „Chorus Lein“ ebenfalls im Gottesdienst bot. Und ging unter anderem auch auf den Text aus den Bekenntnissen des heiligen Patrizius ein.

Zum krönenden Abschluss sang „Chorus Lein“ das Lied von Michael Jackson „We are the world“, das aktueller nicht sein könnte.

Floraler Schmuck zum Patriziusfest grüßt in der Wallfahrtskirche in Hohenstadt.

Zurück zur Übersicht: Hohenstadt

Mehr zum Thema