Fußgängerampel geht in Betrieb

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Bürgermeister Armin Kiemel, Gemeinderat Winfried Winter, Ortsbaumeister Ralf Löcher, Gemeinderätin Michaela Schubert-Rieg, Kindergartenleiterin Silvia Jung und die Kinder des Kindergartens Hohenstadt testen die neue Ampel in Hohenstadt. (von links nach r

Warum die Hohenstädter dreizehn Jahre darauf warten mussten.

Abtsgmünd-Hohenstadt. Dreizehn Jahre wurde von Seiten der Gemeindeverwaltung Abtsgmünd mit den Fachbehörden gerungen - nun endlich ist der Schul- und Kindergartenweg für die Hohenstadter Kinder sicherer geworden: Die Ampelanlage am westlichen Ortseingang wurde in Betrieb genommen.

Die Autos, die auf der L 1080 von Obergröningen nach Hohenstadt einfahren, sind kurz nach dem Ortsschild noch häufig zu schnell. Doch genau hier verläuft der tägliche Weg für viele Hohenstadter Kinder. Seit 2008 bemühte sich die Gemeinde deshalb um eine Lösung, um diesen neuralgischen Punkt mit einer versetzten Kreuzung sicherer zu machen. Da es sich bei der L 1080 um eine Landesstraße handelt, waren der Gemeinde handlungsmäßig jedoch die Hände gebunden: Zuständig sind das Regierungspräsidium Stuttgart als Straßenbaulastträger und das Landratsamt Ostalbkreis als Verkehrsbehörde.

Lange Jahre liefen Untersuchungen über mögliche Varianten der Geschwindigkeitsreduzierung. Immer wieder regte die Gemeinde einen Fußgängerüberweg oder eine Fußgängerampel an. Doch beide Maßnahmen wurden aufgrund zu niedriger Fußgängerzahlen von der Verkehrsschau stets abgelehnt. Angedacht worden war unter anderem auch eine Querungshilfe mit Mittelinsel für Fußgänger. Doch diese ließ sich nicht realisieren, da angrenzende Hofzufahrten behindert worden wären. Größere Fahrzeuge und Schulbusse müssen bei den engen Verkehrsverhältnissen beim Abbiegen die Gegenfahrbahn mitnutzen können. Dies wäre bei einer Mittelinsel nicht mehr möglich gewesen. Eine Verbreiterung der Landesstraße nach Norden hin war an den notwendigen Grunderwerbsverhandlungen gescheitert. Auch eine mögliche Verkehrsinsel mit Bremsfunktion vor dem Ort scheiterte aus verschiedenen Gründen.

Im Oktober 2019 bat Bürgermeister Kiemel die Fachbehörden erneut um Prüfung der Möglichkeiten. Nach vielen intensiven Gesprächen und einem weiteren Vor-Ort-Termin Anfang des Jahres konnte schließlich der Durchbruch erreicht werden: Hohenstadt erhielt die Genehmigung für eine so genannte „schlafende“ Fußgängerampel. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 135.000 €. Im Zuge der Bauarbeiten wurden die Gehwege verbreitert und zudem Breitbandleerrohre mitverlegt. Das Landratsamt Ostalbkreis übernimmt die Kosten für die Ampelanlage von knapp 30.000 €.

Am Montag wurde die Ampel nun offiziell in Betrieb genommen. Nicht nur die Hohenstadter Gemeinderäte Michaela Schubert-Rieg und Winfried Winter freuten sich über die lang ersehnte Lösung zur Überquerung der Landesstraße. Mit ihnen und Bürgermeister Kiemel waren auch die Kinder und die Leiterin des Kindergarten Hohenstadt, Silvia Jung, von der neuen Querungshilfe begeistert. Denn außer mehr Sicherheit ermöglicht die Ampel den Kindern nun außerdem, gemeinsam das sichere Überqueren einer stark befahrenen Straße zu üben.

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