Hohenstadt bekommt eine „schlafende“ Ampel

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Hohenstadt erhält eine Ampelanlage

Kompliziertes Verfahren am Ortseingang kommt laut Gemeinde endlich zu einem guten Ende.

Abtsgmünd-Hohenstadt. Schon seit einigen Jahren wird von der Bevölkerung das zu schnelle Fahren am aus Obergröningen kommenden Ortseingang von Hohenstadt beklagt. Die Stelle sei gerade durch die Kinder, die zur Schule oder zum Kindergarten laufen und dazu die Straße queren müssen, ein besonders neuralgischer Punkt.

Daher laufen seit 2008 Untersuchungen über Varianten der Geschwindigkeitsreduzierung und das sichere Überqueren der Landesstraße L 1080. Durch die Verkehrssituation mit versetzter Kreuzung, die Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums bei einer Landesstraße und dem Landratsamt als Verkehrsbehörde, sei das Bauvorhaben komplizierter als es auf den ersten Blick erscheine, schreibt die Gemeinde Abtsgmünd in einer Pressemitteilung. Bei der Untersuchungen sei beispielsweise eine Querungshilfe für Fußgänger angedacht gewesen. Diese ließ sich jedoch nicht realisieren, da angrenzende Hofzufahrten nicht durch eine solche Mittelinsel behindert werden dürfen und größerer Fahrzeuge und Schulbusse beim Abbiegen die Gegenfahrbahn mitnutzen müssen. Die Verbreiterung der Straße in nördliche Richtung wurde ebenfalls untersucht, war aber an Grunderwerbsverhandlungen gescheitert. Auch ein Fußgängerüberweg oder einer Fußgängerampel wurden wegen der nicht erreichten notwendigen Fußgängerzahlen ebenfalls abgelehnt.

Im Oktober 2019 bat die Gemeinde die Fachbehörden erneut um Prüfung der Möglichkeiten. Nach vielen intensiven Gesprächen und einem weiteren Vor-Ort-Termin Anfang des Jahres, wurde der Vorschlag einer „schlafenden“ Fußgängerampel genehmigt.

Die Firma Gebrüder Eichele aus Untergröningen konnte nun mit der Errichtung der Ampel beginnen. Die Baumaßnahme sieht die Herstellung eine „schlafenden Ampelanlage“, die auf Anforderung Signal gibt, vor. Zudem werden der Gehweg verbreitert und der Fahrbahnrand erhöht. Die Kosten betragen rund 135 000 Euro. Es sollen zudem Breitbandleerrohre vorverlegt werden. Das Landratsamt übernimmt an den Kosten für die Ampel knapp 30 000 Euro.

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