Komplizierte Familienbeziehungen auf der Freilichtbühne

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Der Kulturverein Schloss Laubach präsentierte „Verwandte sind auch Menschen“ von Erich Kästner auf der Freilichtbühne am Eiskeller in Hohenstadt.
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Der Kulturverein Schloss Laubach präsentiert mit einer Komödie von Erich Kästner nach zwei Jahren Corona-Pause wieder ein Sommerstück.

Abtsgmünd-Hohenstadt. Nach zweijähriger Pause präsentierte der Kulturverein Schloss Laubach wieder ein neues Sommerstück: „Verwandte sind auch Menschen“ von Erich Kästner und Eberhard Kleindorff feierte auf der Freilichtbühne am Eiskeller in Hohenstadt Premiere. Einige Plätze bleiben leer bei der ersten Aufführung am Samstag, dafür herrscht Bilderbuchwetter.

Während die Sonne langsam untergeht, treffen auf der Bühne nach und nach die Protagonisten ein. Sie entstammen alle einer Familie und haben sich auf den Weg gemacht, um bei der Testamentseröffnung ihres reichen verstorbenen Verwandten Stefan Blankenburg dabei zu sein.

Empfangen werden sie vom Diener des Verblichenen, Leberecht Riedel, herrlich missmutig gespielt von Kai Forster. Mit jedem Klingeln der Türglocke betritt ein weiteres Mitglied der Familie die Bühne. Sie alle verbinden mit der Erbschaft heimliche Pläne und Wünsche. Ein Ärztepaar (Marcus Bohnet und Karin Starczewski) will aus der Villa des Millionärs ein Sanatorium machen. Die rustikale Emma (Nehle Pietsch) träumt von einem Lieferwagen fürs Geschäft und Künstlerin Cäcilie (Vicky Stopka) kann ohnehin jeden Pfennig gebrauchen. Ebenso wie die hippeligen Geschwister Böhmke (Franziska Benkendörfer und Felix Schwarzer), die natürlich gekommen sind, um ihren Geldanteil abzuholen. Zur Familie gehört auch das Ehepaar Zander (Josi Klotzbücher/Milena Reil und Felix Wanke) mit ihrer Rasselbande aus vier quirligen Jungs und Grand Dame Paula (Pia Leis).

Die Komödie kommt an

Und weil die Familienbeziehungen so kompliziert sind, ist ein überdimensionaler Stammbaum neben der Bühne platziert, damit das Publikum jederzeit die Übersicht behält. Als jedoch Justizrat Glöckner (Helmut Klotzbücher) das Testament vorliest, gibt es die erste Überraschung und weitere folgen. Ein vergnügliches Spiel mit allerlei Mutmaßungen und ungelösten Fragen beginnt und es kommt anders, als man denkt. Das Publikum hat seinen Spaß an der gut zweistündigen Komödie unter der Regie von Gerburg Maria Müller und dankt mit langem Applaus.
Weiter spielten: Pauline Klotzbücher, Justin Stängle, Emil und Clemens Schüle, Benedikt Kübler sowie Michael Rauscher.

Weitere Termine: 8., 9., 15., 16., 22., 29. sowie 30. Juli jeweils 20.30 Uhr und 24. Juli um 19 Uhr. Infos auch unter www.kulturverein-schloss-laubach.de

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