Reservisten mahnen auch den sozialen Frieden an

+
Volkstrauertag: traditionelle Kranzniederlegung durch die Reservistenkameradschaft Abtsgmünd-Hohenstadt

Kameradschaft Abtsgmünd-Hohenstadt mit klarer Botschaft bei der Kranzniederlegung.

Abtsgmünd-Hohenstadt. Trotz der momentanen Corona-Situation haben es sich die Reservisten der Reservistenkameradschaft Abtsgmünd-Hohenstadt nicht nehmen lassen, ihrer Kameraden und Verstorbenen mit einer Kranzniederlegung in der St. Josefskapelle in Hohenstadt zu gedenken.

Pater Jonny begleitete mit einer besinnlichen Ansprache, dem Gebet und dem Segen die all jährliche Zeremonie. Der Musikverein Hohenstadt sorgte mit dem „Lied des guten Kameraden“ und weiteren Liedern für eine stimmungsvolle Umrahmung.

Jochen Jäger, Hauptmann der Reserve, betonte in seiner Ansprache, dass dieser Tag nicht nur ein Gedenktag für die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges sei, sondern auch ein Gedenktag für alle Menschen, die unter der Gewaltherrschaft leiden und unvorstellbare Opfer erbringen mussten. Jäger forderte darüber hinaus, dass die Menschen miteinander – und nicht übereinander - in sozialen Netzwerken oder durch Leserbriefe in Zeitungen, reden sollten. Es sei wichtig, dass man versöhnliche und vernünftige direkte Gespräche miteinander führe. Die momentane Krise sei eine gemeinsame Krise, die wir alle zusammen meistern und bewältigen müssten - egal ob geimpft, genesen, getestet oder nicht geimpft. „Wir sollen uns alle nach besten Kräften wieder bemühen, dass wir wieder unbeschwert und frei, ohne Angst und Schrecken, frei von ideologischer Verblendung, ein selbstbestimmtes Leben führen können“, forderte Jäger. Vorgegebene Meinungen und Haltungen, die blind und unreflektiert übernommen würden, richteten großen Schaden an.

Sinkende Teilnehmerzahlen an den Gedenkfeiertagen und das Erinnern trügen solche Veranstaltungen immer weniger, uns bleibe das Mahnen für den Frieden und für die Freiheit, Konflikte ohne Gewalt zu lösen.

Die Fürbitten las Hartmut Gröner. Fürbitten für alle Menschen, die in der Vergangenheit ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Heimat, ihre Eltern – Kinder – Partner – Geschwister und Freunde verloren haben. Eine Bitte, „dass uns offene Augen, offene Ohren und ein offenes Herz geschenkt werden und wir uns Tag für Tag, auch in unserem Alltag, für den Frieden stark machen“. Hauptmann d. R. Jochen Jäger bedankte sich bei Pater Jonny für die Gebete und Andacht, beim Musikverein Hohenstadt für die Musik, den Gästen und Mitwirkenden sowie seinen Kameraden und Kameradinnen.

Zurück zur Übersicht: Hohenstadt

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare