B29: neuer Anschluss und dritte Fahrspur

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Der Anschluss Hüttlingen beim "Albanus" wird aus Sicherheitsgründen umgebaut und vergrößert. Warum auch eine dritte Spur geplant wird.

Hüttlingen

An der B 29/Westumgehung Aalen soll am Anschluss Hüttlingen ein Unfallschwerpunkt beseitigt werden. Und die Strecke soll zwischen den Anschlussstellen Hüttlingen und der Höhe Aalen-Onatsfeld auf drei Fahrspuren verbreitert werden.

Die vorläufige Planung dafür stellte in der jüngsten Sitzung des Hüttlinger Gemeinderates Joachim Zorn vor, Geschäftsführer des Ellwanger Planungsbüros "Stadtlandingenieure".

Den Planungsauftrag hat Zorn vom Landratsamt Ostalbkreis und die Planung hat er bereits dem Kreistagsausschuss für Umwelt und Kreisentwicklung skizziert, worüber diese Zeitung kurz berichtet hatte. Jetzt etwas ausführlicher.

Joachim Zorn berichtete von der jüngsten Verkehrsprognose für diesen Streckenabschnitt. Derzeit befahren zwischen den Anschlussstellen Hüttlingen und Aalen-Affalterried täglich 18 000 Fahrzeuge die B29. Der Anteil des Schwerverkehrs liegt bei 16 Prozent (entspricht 2880 Lastwagen). In der Verkehrsprognose für 2030 werden täglich 21 700 Fahrzeuge genannt. Der Anteil des Schwerverkehrs steigt in der Vorhersage zwar nicht. Aber bei 21 700 Fahrzeugen entsprechen 16 Prozent täglich 3472 Lastwagen, also täglich fast 600 mehr.

Oft kracht es am Anschluss Hüttlingen beim "Albanus" – dort haben sich innerhalb der letzten sechs Jahre 21 Unfälle ereignet.

Kritisch gesehen wird vor allem, dass Linksabbieger in Richtung Westen (Schwäbisch Gmünd) die Fahrbahn in Richtung Osten (A 7) kreuzen müssen und dabei nach langem Warten auch mal einbiegen, wenn's knapp wird. Aber auch eine Verzögerungsspur für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Gmünd, die in Hüttlingen abfahren wollen, ist wünschenswert. Ebenso eine Beschleunigungsspur für Verkehrsteilnehmer, die beim Albanus in Richtung Osten auffahren wollen. Beides fehlt bislang. Und deshalb soll der Anschluss Hüttlingen umgebaut und erweitert werden.

Die schlüssigste Variante des Umbaus stellte der Planer ausführlich vor. Demnach wird im Norden der bestehenden Anschlussstelle eine Rampe angelegt, die eine Zufahrt von Hüttlingen her und eine Abfahrt aus Richtung Osten ermöglichen wird. Damit wird es möglich, dass Linksabbieger aus beiden Richtungen nicht mehr die Gegenrichtung kreuzen müssen.

Wann der Spatenstich ist, ist ungewiss.

Günter Ensle Bürgermeister

Weil so die Linksabbiegerspur auf der Brücke nicht mehr nötig ist, kann dem in Richtung Osten einfahrenden Verkehr ein Beschleunigungsstreifen eingerichtet werden, ohne Baumaßnahmen. Der aus Richtung Westen einbiegende Verkehr erhält einen Verzögerungsstreifen.

Zusätzlicher Clou der Planung: Außer diesem Umbau soll die B29 vom Anschluss "Albanus" aus bis etwa auf Höhe des Weilers Onatsfeld auf drei Fahrspuren ausgebaut werden.

Damit können bergan fahrende Autos (in Richtung Westen) gefahrlos den Schwerverkehr überholen. Auf Höhe des bestehenden Parkplatzes solle die Zweispurigkeit auf die andere Fahrtrichtung wechseln. Die zusätzliche Fahrspur wird im Norden der Straße gebaut, wozu auf den ersten Metern nach dem Anschluss Hüttlingen eine Mauer versetzt werden muss.

Der Planer erntete einhellige Zustimmung. Der Gemeinderat fordere die Entschärfung des Unfallschwerpunktes schon lange, sagte Bürgermeister Günter Ensle. Es sei gut, dass der Startschuss dafür gefallen sei.

Herbert Wanner meinte, wenn der Anschluss attraktiver werde, werde auch das Verkehrsaufkommen steigen. Heidi Borbély forderte, auf guten Lärmschutz zu achten. Maria Harsch-Bauer fragte nach einer Zeitvorstellung. "Die Planung wird zügig umgesetzt", sagte Bürgermeister Günter Ensle. Aber Aussagen zum Zeitpunkt des ersten Spatenstichs seien nicht möglich. In der Ausschusssitzung des Kreistages hatte Landrat Klaus Pavel von 2023 gesprochen, frühestens.

Da sei Wunschdenken mit im Spiel, ließen Kommentare dazu durchblicken.

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