Bauplätze auch für Tiny-Häuser: Hüttlingen diskutiert neue Regeln für Häuslebauer

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Hüttlingen möchte im Baugebiet "Heiligenwiesen Süd II" ökologischer als bisher bauen.

Hüttlingen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die planungsrechtlichen Festsetzungen und örtliche Bauvorschriften für das geplante Baugebiet "Heiligenwiesen Süd II" festgelegt.

Nach dem Willen des Rates und der Verwaltung sollen Ökologie und Nachhaltigkeit bei den geplanten Neubauten mehr als in bisherigen Baugebieten in den Vordergrund rücken.

Bürgermeister Günter Ensle sagte zu Beginn der Diskussion, dass Bauplätze in Hüttlingen weiter sehr gefragt seien und das geplante Gebiet attraktiv liege. Geplant seien, wie in der angrenzenden Wohnbebauung, nur Ein- und Zweifamilienhäuser und bei Bedarf auch sogenannte Tiny-Häuser, also Kleinhäuser, die vorliegenden Pläne hätten bereits "viele grüne Gesichtspunkte".

Joachim Zorn vom Büro Stadtlandingenieure stellte erste Bebauungsplanentwürfe vor. Diese sehen derzeit auf etwa 1,5 ha 20 zweigeschossige Ein- und Zweifamilienhäuser und sechs Tiny-Häuser in Hanglage vor.

Das 2,5 Hektar große Gebiet schließt an die bisherige Wohnbebauung Richtung Onatsbach an und wird über die Mörike- und die Schillerstraße erschlossen. Der Rest der Fläche zum Bach hin wird als extensive Grünfläche mit einer Hecke gestaltet.

Maria Harsch-Bauer, Sprecherin der Fraktion Aktive Bürger und CDU, regte an, die "Bauvorschriften möglichst grün und mit höheren Anforderungen auszugestalten". Ensle entgegnete, man solle aber Interessenten nicht mit zu vielen Vorgaben abschrecken. Diese Sichtweise bestimmte die nachfolgende Diskussion.

So wird beispielsweise bei Dachneigungen bis 15 Grad eine Begrünung vorgeschrieben, ebenso für Garagen, Kiesgärten sind nicht erlaubt, Stellplätze und Zufahrten müssen mit wasserdurchlässigen Belägen gestaltet werden. Es werden Photovoltaikanlagen angeregt, ebenso Regenwasserrückhaltungen und Zisternen und die Pflanzung von Obst- oder Laubbäume oder Mischhölzer in den Gärten.

Markus Raab regte an, eine einheitliche Giebelausrichtung aller Gebäude zu erreichen, was Ensle befürwortete. Ernst Wanner, Sprecher der "Bürgerliste", sagte abschließend, man habe fast 20 ökologische Ansätze beschlossen für mehr Nachhaltigkeit und Naturschutz. Nach längerer Diskussion stimmte das Gremium der Vorlage einstimmig zu.

Jürgen Eschenhorn

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