BI Hüttlingen: keine „Alibilösungen“

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Bei Starkregen kann es in Niederalfingen vorkommen, dass der Schlierbach über die Ufer tritt und einen Teil des Ortes überflutet. Die BI “Hochwasserschutz sofort” fordert daher einen wirkungsvollen Hochwasserschutz.

Die BI „Hochwasserschutz sofort“ kritisiert die Versiegelung vieler Flächen und den Gemeinderat.

Hüttlingen-Niederalfingen. Die Niederalfinger Bürgerinitiative „Hochwasserschutz sofort“ (BI) meldet sich erneut in einem Schreiben zu Wort. „Wenn bei nächsten Starkregen große Teile der Ortsmitte durch Hochwasser absaufen könnten“, dann seien dafür der Hüttlinger Gemeinderat und Bürgermeister Ensle verantwortlich, so Anton Hügler, der Vorsitzende der BI. 

Die Gründe für das Hochwasser seien „hemmungslose Erschließungen“ von Gewerbe- und Wohngebieten und deren Bebauung. Durch die vermehrten Oberflächenwasser würden „erhebliche Gefahren“ nicht mehr zu verhindern sein, so Hügler. Durch die Erweiterung des Gewerbegebietes bis zum Göldshöfer Wald bekomme der Ortsbach zusätzlich erheblich mehr Oberflächenwasser. Nicht weniger Auswirkungen habe die Erweiterung der Anlage der EnBw für die Speidelsklinge, so die BI. Dort fließe Oberflächenwasser über die Goldshöfer Straße zur Ortsmitte. Die Aufnahmemengen des Regenüberlaufbeckens (RÜB) dort seien bereits erschöpft. Die erweiterte Bebauung des Erlenweges bringe laut BI zusätzliches Wasser zum RÜB Ortsmitte. 

Die Bebauung des Gebiets Heiligenwiesen III sehen die BI-Mitlgieder kritisch. Die fehlende Ausgleichsfläche werde Auswirkungen auf die gesamte Kocherstraße bis zur Ortsmitte haben, so die BI. 

Bei all den neuen Bebauungen fehlen den Mitgliedern laut Schreiben zukunftsorientierte Vorgaben, etwa Zisternen zur Regenrückhaltung und für die Brauwasserverwendung. 

„Es werden keine Mauern in Niederalfingen und keine wirkungslosen Alibilösungen gebraucht“, betont Hügler. „Was wir brauchen, sind endlich gemeindeübergreifende Gesamtlösungen für Niederalfingen, Hüttlingen, Neuler und das gesamte Kochergebiet.“ Alle Maßnahmen müssten ökologisch und umweltgerecht wirken. Ein „umgehender Schutz“ vor Hochwasser müsse gewährleistet sein, so die BI.

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