BI schießt zurück gegen Ensle

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Die BI “Hochwasserschutz sofort” fordert daher einen wirkungsvollen Hochwasserschutz.

Die Bürgerinitiative Hochwasserschutz Niederalfingen reagiert auf Kritik von Bürgermeister Ensle.

Hüttlingen-Niederalfingen. Die Niederalfinger Bürgerinitiative „Hochwasserschutz sofort“ (BI) hat auf die Äußerungen des Hüttlinger Bürgermeister Günter Ensle reagiert. Jener hatte am Mittwoch erklärt, die BI boykottiere Hochwasserschutzmaßnahmen der Gemeinde bewusst und verhindere so einen zeitnahen Hochwasserschutz. 

Die BI nennt nun den Hüttlinger Bürgermeister einen „Deichgrafen“ und „Mauerbauer“. Statt einer gesamten Begutachtung von der Schlierbachquelle bis zur Kochermündung erfasse das vorliegende Gutachten „unzureichend nur das Gebiet von der L1075 bis zum Einlauf in den Kocher“. Dies entspreche „nicht einmal der Hälfte des Gesamtumfangs“ und sei „erheblich lückenhaft“. Zudem würden mögliche und vorhandene natürliche Rückstaumöglichkeiten nicht genutzt. Die Aussage Ensles, durch die Hochwasserschutzmaßnahme am Freibad werde ein Großteil von Niederalfingen geschützt, sei „unzutreffend, wenn nicht gar gelogen“. 

Es grenze an „Täuschung“ und „Steuergeldvernichtung“, wenn Bürgermeister und Gemeinderat Fakten schaffen wollen, bevor die bis 2026 vorgeschriebene Renaturierung des Schlierbaches vom Schwimmbad bis zum Kochereinlauf vollzogen sein müsse. Durch das „Unterlaufen dieser gesetzlichen Forderungen“ sollen vom Freibad und beidseitig entlang der Hürnheimerstraße Mauern errichtet werden, „die bezüglich einer Wirksamkeit gar nicht mit Zahlen validiert sind“, so die BI. Und die BI legt nach: An der Grenze einer gefühlten „möglichen Nötigung“ bewegten sich die „dilettantischen Versuche von Bürgermeister samt seinen Helfershelfern“ von der unteren Wasserbehörde des Landratsamtes, mit Nachdruck Grundstücke für den Mauer- /Dammbau zu erwerben. Skandal dabei sei, dass das Grundstück des abtretenden Besitzers gegen Hochwasser „weitgehendst nicht geschützt“ sei.

Noch mehr ein Skandal sei, dass die Straßen „bachabwärts sogar noch mehr absaufen und weitere bis jetzt nicht betroffene Grundstücke zusätzlich geschädigt werden können“, so sieht das zumindest die BI. 

Vorschlag Zweckverband

Die BI zieht folgendes Fazit: „Der den Bürgern von Niederalfingen sowie Medienvertretern von ‚Massiv-Mauerbauer‘ Ensle verbal verkaufte Hochwasserschutz für einen ‚Großteil von Niederalfingen‘ ist nichts anderes als eine Mogelpackung und Alibiaktion, um für seine restliche Amtszeit bis 2024 ‚etwas nachweisen‘ zu können.“ Nach diesen in der Hauptsache gegen Ensle gerichteten Vorwürfen kommt ein konkreter Vorschlag zu Lösung: „Wir brauchen Gesamtlösungen, gemeindeübergreifend, und dies lässt sich nach unseren Vorstellungen nur mit einem Zweckverband, erreichen!“ Die Zufriedenheit der BI mit dem Bürgermeister und dem „im Großteil überforderten Gemeinderat“ sei sehr sehr begrenzt.

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