Bikepark in Hüttlingen wird nicht genutzt: Wie geht es weiter?

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Bürgermeister Günter Ensle imOktober den Dirtpark in den Beckenwiesen. Ralf Meiser, Rektor der Alemannenschule, war einer der ersten Nutzer.
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Still und weitgehend ungenutzt ruht die Bikerstrecke in den Beckenwiesen.

Hüttlingen. Etwas vereinsamt liegt die Dirtbahn in den Beckenwiesen, denn genützt wird die Bahn von jungen Radfahrern in diesem Jahr kaum. Dabei war sie mit vielen Hoffnungen, eine gute Alternative für die Hüttlinger Jugend zu sein, im Oktober eröffnet worden. Allerdings waren auch damals schon von Nutzern Verbesserungen angeregt worden.

Zugewuchertes Provisorium

Die Bahn hatte 5000 Euro gekostet, 2500 Euro davon allerdings allein ein Artenschutzgutachten. Geplant hatte die Anlage Ortsbaumeister Georg Nusser. Verwaltung und Gemeinderat hatten bereits bei ihrem Baubeschluss gesagt, dass die Bahn ein zeitlich begrenztes Provisorium sein solle, bis man einen Standort für eine dauerhafte Anlage gefunden habe.

Doch in den vergangenen Wochen ist Beobachtern aufgefallen, dass die Bahn nur sehr wenig genutzt wurde, auch bei gutem Wetter. Wobei das nach diesen Aussagen auch auf die Bahnen in Neuler und Schwabsberg zutrifft.

Auch deshalb war die Bahn auch mit Gras zugewuchert. In den vergangenen Tagen hatte der Bauhof nun die Flächen gemäht, sodass die Strecke wieder frei befahrbar ist.

Verbesserungen gewünscht

Jugendliche Biker regen aber weiter bauliche Verbesserungen an, um die Attraktivität zu steigern. „Der Anlaufhügel ist zu niedrig, und die Abstände der weiteren Hügel zu gering“, sagt beispielsweise der 13-jährige Schüler Sebastian Wolter.

Dadurch wäre die Sturzgefahr auch größer. Eigentlich sei die Idee hinter der Bahn aber sehr gut, aber so sei sie zu wenig reizvoll. Der Schüler ist so lieber auf dem Pumptrack in Abtsgmünd oder auf dem Braunenberg unterwegs.

Ähnlich äußert sich der Rektor der Alemannenschule, Ralf Meiser. Sie hat unter anderem eine Mountainbike AG im Programm, die auch mal auf dem Dirtpark unterwegs ist, auch auf anderen Bahnen in der Umgebung. „Die Bahn ist eine gute Grundlage, aber es sind bauliche Verbesserungen notwendig“, sagt er. Dazu regt er die Einholung von Expertise von Experten an. Insgesamt sei das Angebot an solchen Anlagen, aber auch an legalen Trails in den umliegenden Wäldern noch unzureichend. „Aber da passiert ja gerade einiges“, verweist er auf die beiden Experten, die die Stadt Aalen und andere beraten.

Man werde die Nutzung beobachten und Anregungen von den Nutzern prüfen, sagt Nusser dazu. Eventuell wolle man dann im Herbst die Strecke verbessern und optimieren. Allerdings ist der Umbau durch behördliche Vorschriften eingeengt, denn im bisherigen Zustand war keine Baugenehmigung nötig. Bei einer wesentlichen Erhöhung wäre sie das. 

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