„Bolzensteig“: Pläne für Erweiterung

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Um etwa 6,4 Hektar soll das Gewerbegebiet erweitert werden. Geplant ist dies am südöstlichen Rand des Gebietes, also zum Goldshöfer Wald hin. Für Bürgerinnen und Bürger soll es eine Infoveranstaltung zum Thema geben.

In den 90ern wollte das Land auf dem Hüttlinger Areal eine Sondermüllverbrennungsanlage bauen. Nun hat die Gemeindeverwaltung Pläne für das Gebiet.

Hüttlingen

Die Gemeinde Hüttlingen will das Gewerbegebiet auf dem „Bolzensteig“ erneut erweitern. „Bolzensteig VI“ stellte Planer Joachim Zorn vom Ellwanger Büro „stadtlandingenieure“ in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor. Es ist eine Erweiterung um etwa 6,4 Hektar am südöstlichen Rand des Gebietes, also zum Goldshöfer Wald hin.

„Goldshöfer Wald“..., da war doch mal was, oder? Ja, in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wollte das Land Baden-Württemberg dort eine Sondermüllverbrennungsanlage bauen lassen. Hüttlingen wehrte sich zusammen mit benachbarten Städten und Gemeinden erfolgreich gegen diesen „Giftmüllofen“ – obwohl er sicher ordentlich Gewerbesteuer in die Gemeindekasse gespült hätte.

An Gewerbesteuer ist die Gemeinde nicht eben reich. Etwa zwei Millionen Euro im Jahr nehme man ein, berichtete Bürgermeister Günter Ensle. Auf Dauer jedoch seien vier bis fünf Millionen Euro jährlich nötig. Dies entspreche den durchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen von Kommunen vergleichbarer Größe.

Die Gemeinde habe Anfragen von Firmen, die eine Fläche von etwa elf Hektar bebauen wollten, gab er bekannt. Wenn nun „Bolzensteig“ um sechs Hektar erweitert werden könne, bat Ensle umliegende Städte und Gemeinden, die Bürgerinitiative und den Landschaftsschutz um ihre Solidarität. Denn der Flächennutzungsplan muss angepasst werden. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Hüttlingen im Fall der Sondermüllverbrennungsanlage Solidarität gezeigt habe. Der Gemeinderat hat den Vorentwurf einstimmig für gut befunden.

Eine öffentliche Infoveranstaltung soll am Dienstag, 15. Juni, stattfinden.

Vier bis fünf Millionen Euro Gewerbesteuer sind jährlich nötig.“

Günter Ensle, Bürgermeister

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