Bürger können auch in Zukunft ruhig schlafen

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Die geehrten und beförderten Kameraden der Hüttlinger Feuerwehr. Links Kreisbrandmeister Otto Feil, rechts Kommandant Franz Jörg, daneben Bürgermeister Günter Ensle.

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Hüttlinger Forum wurde deutlich, dass man bald wieder auf normale Zustände hofft.

Hüttlingen. Die Hoffnung auf Normalität ist bei der Hüttlinger Feuerwehr bei der Jahreshauptversammlung der Tenor gewesen. Massive Einschränkungen durch Corona beim Übungsbetrieb, so Kommandant Franz Jörg, hätten es den Abteilungen nicht leicht gemacht. Dennoch konnte man 36 Übungen und Unterweisungen durchführen und die Kameradschaft sei nach wie vor sehr gut, unterstrich er in seinem Bericht. Zu insgesamt 28 Einsätzen ist die Hüttlinger Wehr im vergangenen Jahr ausgerückt beziehungsweise wurde sie alarmiert. Dabei habe man 550 Einsatzstunden und damit 22 Stunden mehr als im Vorjahr absolviert. Viele Lehrgänge und Schulungen konnten trotz der Einschränkungen abgehalten werden und die 61 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen hätten stets, trotz vieler Entbehrungen, Lösungen gefunden, lobt der Kommandant.

Wenig habe im vergangenen Jahr an Aktionen stattfinden können sagt auch Schriftführer Peter Bieg. Skiausfahrt, Fasching, Maibaum stellen und ein Wanderwochenende sei aber dennoch möglich gewesen. Und das neue Fahrzeug, ein LF 10, konnte im Juli in den Dienst gestellt werden, freut sich Bieg.

Dass die vergangenen zwei Jahre etwas anders waren, hat auch Kassierer Florian Gruel in seinem Bericht angedeutet. Gut für die Kasse sei die Altpapiersammlung gewesen, aber ansonsten habe er, außer den üblichen Zahlungen, nichts zu tun gehabt.

Insgesamt neun Übungen hat die Jugendfeuerwehr absolviert, beziffert Jugendwart Enrico Bux. Ein Highlight 2021 sei die 24-Stunden Übung gewesen, bei der die 16 Jugendlichen ein sehr hohes Engagement gezeigt hätten. Bux verwies auf das 25-jährige Jubiläum, das man dieses Jahr als Jugendfeuerwehr feiern könne.

Victor Wolfsteiner berichtete über die Altersabteilung und dass die 24 Kameraden Radtouren und Wanderungen, soweit möglich, veranstaltet haben.

Bürgermeister Günter Ensle lobte die Kameradinnen und Kameraden und machte deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger durch den Einsatz und die Bereitschaft der Feuerwehr gut schlafen könne. „Wir wissen, was wir an der Feuerwehr haben“ betont Ensle und ergänzt, dass kürzlich auch im Gemeinderat der Feuerwehrbedarfsplan einstimmig beschlossen wurde. Im Anschluss an seine Ansprache stellte er den Antrag auf Entlastung des Vorstands, der einstimmig ausfiel.

Zwei verrückte Jahre seien es gewesen, macht auch Kreisbrandmeister Otto Feil deutlich. Besprechungen, oft nur online möglich, habe die Kameradschaft zu kurz kommen lassen. „Was kommt noch auf uns zu, kollabiert das Ehrenamt?“ fragt sich Feil und meint, man müsse die Resilienz, also die Selbsthilfefähigkeit, in der Bevölkerung auf den Prüfstand stellen.

Am Ende standen Wahlen an. Florian Gruel wurde als Kassierer wiedergewählt, als Schriftführer fungiert in Zukunft Christian Salvasohn, nachdem sein Vorgänger nicht mehr für das Amt bereitstand. In den Ausschuss wurden Simon Vogelmann und Alexander Bieg gewählt.

Geehrt wurden außerdem im Laufe des Abends: Für 15 Jahre 2021 – Alexander Bieg und Richard Haag, für 15 Jahre 2022 – Florian Krämer und Fabian Raab.

Befördert wurden: Matthias Ebert zum Löschmeister, Marc Steinacker zum Hauptfeuerwehrmann sowie Lenni Fürst, Johannes Harsch, Felix Kieninger, Marc Mayer und Jonas Raab zum Oberfeuerwehrmann.

Nico Rieger wurde in die aktive Wehr aufgenommen, verabschiedet beziehungsweise ein Übertritt in die Altersabteilung erfolgte für Oskar Bieg und Gerhard Kinzler (2020) sowie Werner Kinzler und Max Reeb (2022)

Lehrgänge: Atemschutzgeräteträger – Andreas Daubenschütz, Max Kieninger, Stephan Koch, Luca Mühlberger und Lukas Murauer.

Gruppenführerlehrgang: Matthias Ebert

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