Feierten Rechtsextreme in der Limeshalle ein völkisches Maifest?

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Der Bürgersaal der Limeshalle in Hüttlingen.
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Journalisten einer Rechercheplattform zum Thema Rechtsextremismus waren vor Ort.

Hüttlingen. Mitglieder rechtsextremistischer Gruppierungen sollen sich in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai zum „Maitanz im Süden“ in der Limeshalle in Hüttlingen getroffen haben. Das schreiben drei Journalisten auf der Internetseite „Endstation rechts“.

Eine von ihnen ist Andrea Röpke, die mit einem Rechercheteam vor Ort war und auch gefilmt hat. Als Veranstalter seien zwei Personen aus Aalen aufgetreten, die den Bürgersaal für eine private Veranstaltung gemietet hatten.

Tatsächlich seien ab Samstagmittag rund 70 Personen angereist, darunter Rechtsextreme aus Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. „Beteiligt am Maitanz waren junge Leute vom 'Sturmvogel – Deutscher Jugendbund', einer Organisation die vom Verfassungsschutz in Niedersachsen als rechtsextrem eingestuft wird“, berichtet Röpke in dem Artikel auf „Endstation rechts“. Sie habe unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „Maitanzes“ auch Personen aus dem „Idenditären Kreis Schwaben“ erkannt. Was tatsächlich in der Halle geschah, konnten die Journalisten nicht verfolgen, weil es sich um eine geschlossene Veranstaltung handelte.

Aus ihren Recherchen in einschlägigen Internetforen waren sie auf die Veranstaltung gestoßen und sie hätten auch die Gemeinde Hüttlingen im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht, sagt Sebastian Lipp, einer der Autoren. Man habe mit Hauptamtsleiter Franz Vaas telefoniert.

Den Bericht auf „Endstation Rechts“ wollte Vaas gegenüber der SchwäPo nicht kommentieren, für Pressearbeit sei der Bürgermeister zuständig, der erst ab Montag wieder erreichbar sei.

Die Veranstalter des „Maitanzes“ reagierten auf eine Anfrage per E-Mail bis Redaktionsschluss nicht.

Beteiligt waren junge Leute vom 'Sturmvogel – Deutscher Jugendbund'.

Andrea Röpke, Endstation rechts

Über „Endstation rechts“

Das Portal „Endstation rechts“ (www.endstation-rechts.de) ist Anfang 2022 aus einer Fusion der beiden Seiten „blick nach rechts“ und Endstation rechts hervorgegangen. Der „blick nach rechts“ (BNR) war ein Informationsdienst, der seit 33 Jahren tagesaktuell und hintergründig über die unterschiedlichsten Facetten von Neonazismus, Rechtsextremismus und -populismus berichtete, anfangs noch per Printausgabe, seit 2010 dann als Online-Variante.

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