Flure werden zu Lernorten

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Gemeinderat Was bei der Sanierung der Alamannenschule alles verändert wird und was es kostet.

Hüttlingen.  Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand wieder einmal die Sanierung und Erweiterung der Alemannenschule. Zudem wurden  dem Gremium Stand und Planungen der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes vorgestellt.

Schulentwicklung: Am Südgebäude der Alemannenschule, dem sogenannten Roten Haus, ist ein Anbau mit zwei Ebenen und drei Klassenräumen sowie weiteren Räumen für den Ganztagesbereich geplant. Architektin Sonja Walter stellte die überarbeiteten Pläne vor. Auf der Ebene 0, der Höhe des Kleinspielfeldes, entstehen zwei Klassenräume und ein Lehrmittelraum, darüber ein Klassenzimmer, davor eine Freiterrasse mit Zugang zum oberen Schulhof, Toiletten und weiteren Räumen. Zur Erlangung der Barrierefreiheit wird ein Aufzug eingebaut. Die Flure werden als mögliche Lernflure gestaltet, der Zwischenbau zum Bestandsgebäude abgerissen. Die Kosten veranschlagte die Architektin mit rund 2,45 Millionen Euro. Der Rat stimmte den geänderten Planungen einstimmig zu.

In diesem Rahmen werden auch die Außenanlagen im unteren Bereich umgestaltet. Diese Planungen stellte Landschaftsarchitekt Andreas Walter vor. Der Schulhof zwischen Bestandsgebäude und neuem Anbau wird in zwei Ebenen gestaltet. Es werden Treppen und Sitzstufen sowie diverse Pflanzen installiert. Es wird einen barrierefreien Zugang zum Bestandsgebäude, sowie weitere Sitzgelegenheiten geben. Der Allwetterplatz wird erneuert, und neben zwei Spielfeldern eine 50-Meter-Laufbahn, eine Weitsprung-Grube und eine Boulderwanderhalten. Daneben wird ein Gerätehäuschen gebaut. Eventuell wird statt des abgebrochenen Zwischenbaus ein kleiner Spielplatz gebaut. Die Kosten gibt der Architekt mit rund 1,4 Millionen Euro an. Für beide Maßnahmen werden insgesamt 1,28 Millionen Euro an Zuschüssen erwartet. Auch diesem stimmte der GR zu.

Forstwirtschaft: Revierförster Sebastian Kienzle informierte über die Forstwirtschaftsjahre 2021/2022. In beiden Jahren wurden die Schäden durch Käfer und Stürme weniger, allerdings gab es Schäden bei Buchen wegen Trockenheit und an Eschen durch Absterben ihrer Triebe. Eingeschlagen und verkauft wurden in 2021 35 Festmeter Holz, in 2022 bisher 36 Festmeter, 40 sind hier geplant. Ausgaben für Pflege, Ernte, Verwaltung sind in 2022 rund 3740 Euro geplant, Einnahmen aus Holzverkauf etwa 3750 Euro. Dem stimmte der Rat zu.

Carsharing: Die Firma Mikar stellte dem GR ihr Carsharing-Modell vor. Sie möchte mit Hilfe von lokalen Sponsoren den Einwohnern und Vereinen einen Kleinbus zur Verfügung stellen, den diese stunden- oder tageweise mieten können. Versicherung und Reparaturen übernimmt Mikar, die Gemeinde stellt einen Parkplatz. Benötigt werden 20 bis 25 Sponsoren mit Beiträgen zwischen 300 und 900 Euro pro Jahr, um 2 Drittel der Kosten zutragen. Die Verwaltung möchte das Angebot mit den Vereinen besprechen.

Baumaßnahmen: Die Erschließung des Baugebiets Heiligenwiesen Süd wurde für das Angebot von knapp 1,4 Millionen Euro an die Firma Eichele aus Untergröningen vergeben. Sie beginnt wohl Ende des Jahres. Die Erschließung der„weißen Flecken“ im Breitbandausbau übernimmt die Firma Mezger Bau für rund 1,67 Millionen Euro.

Sonstiges: Beschlossen wurde die Anschaffung eines Aufsitzmähers bei der Firma Bopp für 32 700 Euro, ein zweites Angebot lag etwashöher. Der Änderung des Flächennutzungsplans Hasenweide Süd in Essingen, des Bebauungsplans Feuerwehrgelände Kocherwiesen in Wasseralfingen und des Bebauungsplans Eichholzweg in Hofen wurde im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft Aalen-Essingen-Hüttlingen zugestimmt. Die Feldwege Sandäcker, Richtung Seitsberger Weg und Haldenschafhaus, werden ausgebessert, der Feldweg Buchwald/Erlenweg und Zwickhalde grundlegend saniert, dazu wird die regelmäßige Wartung aller Wege der Gemarkung an die Firma Grundler in Neresheim vergeben. Jürgen Eschenhorn

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