Freilandleitungen werden erneuert

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Die Stromtrassen vom Umspannwerk Goldshöfe (im Hintergrund) Richtung Ellwangen und Kupferzell werden modernisiert und leistungsfähiger gemacht. Foto: je
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Netze BW arbeitet ab Februar zwischen Göldshöfe, Kupferzell und Ellwangen. Neue Kabel, um mehr Energie zu leiten und teils 100 Jahre alte Masten werden ausgetauscht.

Hüttlingen

Die Netze BW wird bereits ab Februar ihre 110-KV-Hochspannungsfreileitungen zwischen Goldshöfe und Kupferzell und Goldshöfe nach Ellwangen modernisieren und zukunftsfähig verstärken. Die Pläne stellten Daniel Schneider und Tobias Wächter für  das Unternehmen im Gemeinderat vor.

Stromtrassen:Für die Aufnahme von mehr regenerativen Energien vor allem aus PV-Anlagen müssen neue leistungsfähigere Kabel verlegt werden, zudem werden auf beiden Leitungswegen viele der teilweise 100 Jahre alten Masten erneuert, der Rest modernisiert. Bereits am 13. Februar beginnen die Vorbereitungsarbeiten mit der Einrichtung der Baustelle bei Goldshöfe.

In der ersten Bauphase wird die Leitung Goldshöfe – Ellwangen(0412)  auf zehn  Kilometern erneuert. 38 der 40 Maste werden abgebaut und durch 29 neue ersetzt. Zwei Maste werden saniert. In diesem Zug werden die bisherigen beiden parallel laufenden Leitungstrassen von Mittel- und Oberlengenfeld bis Schenningen zu einer gebündelt und jeweils auf die bis zu 100 Meter weiter von den Orten entfernt laufenden Masten gelegt. Da war bei einer ersten Vorstellung 2015 vom Gemeinderat vorgeschlagen worden. Ebenso wird das bei Schrezheim geschehen. Diese Bauphase soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein. In einer zweiten Phase wird ab Mitte 2023 auch die Leitung Ellwangen nach Nördlingen verstärkt. Beide Pläne wurden vom Regierungspräsidium genehmigt.

Auf der Trasse Goldshöfe – Kupferzell (0325 und 0321) sollen die Masten saniert, und anschließend ebenfalls die Leitungen ausgetauscht werden. Dazu ist noch ein Planfeststellungsverfahren beim Regierungspräsidium notwendig, das im April beginnen soll. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Verfahren Ende des Jahres abgeschlossen sein, sodass Anfang 2024 mit den Arbeiten begonnen werden kann, sagte Schneider. Sämtliche Arbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Beide sagten, dass alle Behörden und ebenso Naturschutzorganisationen gehört wurden, dass die Eigentümer benachrichtigt wurden, und die ausführende Baufirma Leonhard Weiss GmbH möglichst schonend arbeiten werde. Auch für auf den Masten bestehende Vogelnester werden entsprechend der Art gesorgt. Rita Rettenmaier fragte, ob die Möglichkeit von Bodenleitungen geprüft worden sei. Schneider entgegnete, dass diese um ein vielfaches teurer seien und bei notwendigen Reparaturen entsprechend auch der Aufwand deutlich höher wäre. Man müsse wegen des Strompreises möglichst günstig bauen. Auf Nachfrage von Joachim Grimm sagte Wächter, die Kapazitätsplanungen seien bis aufs Jahr 2045 gerichtet, weiter könne man derzeit seriös nicht planen. Der GR nahm die Planungen einstimmig zur Kenntnis.

Energiebericht: Ortsbaumeister Georg Nusser bezeichnete die Entwicklungen beim Strom- und Wärmeverbrauch sowie der CO2-Emmissionen bei den öffentlichen Gebäuden als positiv. Dies werde durch monatliche Messungen bestätigt. Besonders die vielfach erneuerte Straßenbeleuchtung habe große Einsparungen gebracht, ebenso die Modernisierung vieler Heizungsanlagen. Einzig im Rathaus und im Kindergarten St. Martin wäre der Wärmeschutz nicht optimal, hier wären größere Investitionen nötig.

Ehrenamt: Laut dem Forschungsprojekt „Fit für die Zukunft“ sei das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Hüttlingen insgesamt sehr gut, wie Andrea Weker von der Verwaltung sagte. Allerdings hätten die Vereine wegen Bürokratie und dem Steuerrecht, das viel Verantwortung an Vorstände aufbürde, Probleme, Nachwuchs für Führungspositionen zu finden.

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