Handlungsbedarf bei Radwegen

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Radweg Aalen
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Schlechte Noten für Situation für Radverkehr in Hüttlingen bei einer Bürgerbefragung.

Hüttlingen. Das Planungsbüro VAR+ aus Darmstadt erarbeitet derzeit für mehrere Städte und Gemeinden in der Region ein Radverkehrskonzept.  Geschäftsführer Dipl. Ing. Uwe Petry und sein Mitarbeiter Jens Andreas stellten in der jüngsten Gemeinderatssitzung Zwischenergebnisse vor.

„Wir wollen den Autofahrern nichts wegnehmen, sondern bessere Möglichkeiten für eine vermehrte Nutzung des Rads schaffen“, sagte Petry zu Beginn. Um eine Bestandsaufnahme zu bekommen, hat das Büro eine Bürgerbefragung durchgeführt. Diese sollten ihre Eindrücke über die Situation für Radfahrer und ihre Wünsche und Erwartungen kundtun. Beispielsweise hat das Büro so die Mängel im Radwegenetz ermittelt. Zum Beispiel fühlen sich Radfahrer in der Bachstraße durch die Lage der Parkplätze unsicher, ebenso durch die Verkehrsführung an und in den Kreisverkehren besonders zu Stoßzeiten. Bemängelt wurde ebenso die Führung der Radwege an den Kreuzungen Kocherstraße/Goethestraße und Kocherstraße/Lindenstraße, dazu fehlten Radverkehrsanlagen an der Goldshöfer und der Sulzdorfer Straße und eine Querungshilfe auf Höhe des Edekas in der Abtsgmünder Straße. Petry und Andreas waren eine Reihe von Strecken selbst mit dem Rad abgefahren und brachten weitere Eindrücke ein. So sehen sie auch teils ausgewiesene Rad- und Gehwege als zu schmal an, so den Weg an der Sulzdorfer Straße nach Sulzdorf und Neuler und den Weg von Wasseralfingen nach Hüttlingen und des Kocher-Jagst-Radwegs nach Niederalfingen.

Sichere Verbindungen fehlen

Insgesamt wird nach der Umfrage das Fahrradfahren generell als „eher mittelmäßig bis schlecht bewertet“, ergänzte Petry. Vor allem, weil sichere Verbindungen fehlten. So wünschen sich die Befragten mehr und bessere Verbindungen durch den Hauptort, von dort in Gewerbegebiete und Teilorte sowie in Nachbargemeinden, auch Schnellverbindungen nach Abtsgmünd, Ellwangen, Westhausen und Aalen,  als Voraussetzung, um selbst das Fahrrad mehr zu nutzen, sowohl zum Einkaufen als auch für den Weg zur Arbeit. „Da wird das Rad in Hüttlingen verhältnismäßig schwach genützt, die Bürger nützen es vor allem in der Freizeit“, sagte Andreas. Unfallschwerpunkte gebe es aber aus ihrer Sicht nicht.

Petry zeigte einige Verbesserungsmöglichkeiten mittels Markierungen oder Abgrenzung von Radbereichen. Weitere Maßnahmen, auch in der Umgebung von Hüttlingen, sollen in Videokonferenzen in naher Zukunft mit Bürgern und Gemeinderäten besprochen werden. Letztlich soll das fertige Konzept im Juli der Verwaltung und GR vorgestellt werden.  Jürgen Eschenhorn

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