Hannes Münz' Kochernixen finden ihren Platz

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Das Ehepaar Eva und Karl-Heinz Auchter (rechts) hat der Gemeinde zwei Stahlskulpturen, die "Kochernixen", des Künstlers Hannes Münz übergeben. Bürgermeister Günter Ensle (links) bedankte sich.
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Die beiden Stahlskulpturen stehen jetzt beim Baugebiet Törleswiesen in Hüttlingen. Wie es dazu kommt.

Hüttlingen. Mit den beiden Stahlskulpturen „Kochernixen“ stehen jetzt am Fußweg entlang des Kochers beim Baugebiet Törleswiesen weitere späte Werke aus dem Nachlass des Künstlers Hannes Münz in der Gemeinde. Gespendet wurden sie vom Ehepaar Eva und Dr. Karl-Heinz Auchter. Eva Auchter ist von Münz vor seinem Tod im Frühjahr 2018 als Kuratorin seiner Werke bestimmt worden.

Drei Skulpturen stehen bereits seit März am Ortseingang von Goldshöfe her. „Ist das nicht schön und passend zur Kocherrenaturierung, die wir vor Jahren hier vorgenommen haben?“, sagte Bürgermeister Günter Ensle am Mittwoch bei der offiziellen Übergabe. „Im Grunde sind die Skulpturen Raumzeichen, in denen sich die zweite Dimension, also die Fläche, mit der dritten, dem Raum verbindet“, zitierte er aus der Würdigung des Kunstkenners Wolfgang Nußbaumer. „Ich kann mir vorstellen, dass der Hannes mit dieser Platzierung zufrieden gewesen wäre“, heißt es dort weiter. Wobei Ensle anmerkte, er hätte sich die Nixen auch im Kocher vorstellen können.

Eva Auchter zitierte Hannes Münz zum Blickwinkel auf seine Werke: „Des, was du sieschst, des ischs'“, hatte er gesagt.

Der Maler Hannes Münz ist 1940 in Aalen geboren, war dort ein Schüler seines Kunsterziehers Sieger Köder und war später selbst Kunstlehrer in Künzelsau. Hannes Münz arbeitete ab 1990 als freier Künstler bei Münsingen und in der Bretagne. Bei einer Ausstellung lernte er Eva Auchter kennen, woraus sich eine Freundschaft entwickelte. Immer wieder malte er auch sie, gemeinsam organisierten sie Ausstellungen und Projekte.

In seinen letzten Jahren schuf der Künstler eine Reihe ausdrucksstarker zweidimensionaler Metallskulpturen wie die „Kochernixen“. In diesen Jahren lebte der Künstler wieder in Aalen.

In seinem Testament vermachte er Eva Auchter sein Werk und sie verwaltet es seither mit ihrem Mann zusammen, organisiert Ausstellungen und wirkt als Kuratorin. Jürgen Eschenhorn

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