Hüttlingen: ein „ambitionierter“ Haushalt

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Die Gemeindeverwaltung baut 2022 Schulden ab.
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Bürgermeister Günter Ensle gibt in seiner Haushaltsrede einen Überblick über die Projekte, die in Hüttlingen im kommenden Jahr geplant sind.

Hüttlingen

Der Haushaltsplan 2022 mit Satzung und der mittelfristigen Finanzplanung war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er war erstmals von Verwaltung und Gemeinderat in einer Klausur gemeinsam aufgestellt worden.

„Die Coronapandemie wird uns auch in den nächsten Jahren noch begleiten und ihre finanziellen Auswirkungen werden uns weiter beschäftigen“, sagte Bürgermeister Günter Ensle in seiner Haushaltsrede. Mittelfristig dürfte sic die Gemeinde keinesfalls in Sicherheit wiegen, man stehe vor Herausforderungen, wie alle Bürgerinnen und Bürger auch. Die Verwaltung habe diese Bewährungsprobe gut bewältigt, die Gemeinde stehe verhältnismäßig gut da. „Verwaltung und Gemeinderat haben den Entwurf gemeinsam erarbeitet, diskutiert und gestaltet“, sagte er.

Die wesentlichen Eckdaten stellte er vor. Der Ergebnishaushalt 2022 erreicht knapp 16,9 Millionen Euro, 475 500 Euro mehr als 2021. Für Investitionen ist eine Summe von rund 10,8 Millionen Euro vorgesehen, 300 000 Euro mehr als bisher geplant. „Ein sehr ambitionierter Haushalt“, wie Ensle anmerkte. Allerdings stehen dem etwa 412 000 Euro weniger Einnahmen aus Einkommenssteuer und Finanzausgleich gegenüber als 2021, die Gemeinde erwartet auch weniger Gebüren-Einnahmen. Auch die Finanzausgleichsumlage an das Land mit 159 000 Euro und die Kreisumlage mit 98 000 Euro steigen. Die Gewerbesteuervorauszahlungen werden um 227 000 Euro höher als 2021 erwartet. Insgesamt plant die Verwaltung für 2022 mit einem negativen Ergebnis von knapp 1,3 Millionen Euro, dem geplante Erlöse aus Grundstücksverkäufen im Gewerbegebiet Bolzensteig und im Baugebiet Heiligenwiesen-Süd von 2,2 Millionen Euro entgegenstehen. Dadurch wird das Gesamtergebnis mit einem Plus von 484 000 Euro positiv. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung werden wohl die Rücklagen von 3,05 Millionen Euro vollständig aufgezehrt, wie Ensle sagte.

Die größten Investitionsvorhaben 2022 sind die weitere Sanierung der Alemannenschule mit rund einer Million Euro, der Bau der neuen Mensa mit 4,7 Millionen Euro und der Schulhof mit rund 2 Millionen Euro. Rund 780 000 Euro kostet die Erschließung des Baugebiets Heiligenwiesen-Süd, die Friedhofsentwicklung 200 000 Euro. „Nach wie vor haben wir intakte Finanzen“, fügte Ensle an. Der Schuldenstand zu Anfang 2022 werde 1,04 Millionen Euro betragen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 170 Euro entspreche, „dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren“, betonte er.

In der Sitzung am 15. Dezember diskutieren die Räte über den Plan.

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