Hüttlingen: ein lebenswerter Ort

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1000-jähriges Bestehen feiert die Gemeinde Hüttlingen im Jahr 2024. Am Ostalb-Check, eine Umfrage, die diese Zeitung einen Monat lang durchgeführt hat, nahmen 303 Hüttlingerinnen und Hüttlinger teil. Übrigens: Hüttlingen ist der geographische Mittelpunkt
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Wie lebt es sich in Hüttlingen? Wo drückt der Schuh? Das wollte diese Zeitung in einer Umfrage wissen. Ein Blick auf die Ergebnisse.

Hüttlingen

Das Vereinsleben, ja das ist in Hüttlingen in Schwung. Fußball spielen beim TSV, Brände löschen mit den Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehr, Trompete spielen im Musikverein – die Möglichkeiten in der Gemeinde sind vielfältig. Das wissen auch die Bürgerinnen und Bürger zu schätzen. Im Ostalb-Check, eine Umfrage, die diese Zeitung einen Monat lang durchgeführt hat, belegt Hüttlingen in der Kategorie Vereinsleben Platz 2 von 43 im gesamten Ostalbkreis; 0,2 Punkte besser ist nur Waldstetten mit einem Wert von 8,5 Punkten.

Hüttlingen auf dem Siegertreppchen

In der Kategorie „Einzelhandel“ belegt Hüttlingen kreisweit mit 8,2 Punkten den ersten Platz. Zum Vergleich: Durchschnittlich wird der Einzelhandel im Ostalbkreis auf einer Skala bis 10 mit 6,4 Punkten bewertet. Viele inhabergeführte Geschäfte tragen zum Erfolg der Gemeinde in dieser Kategorie bei. Was sich die Bürgerinnen und Bürger laut Umfrageergebnis wünschen: einen Drogeriemarkt. „Dann hätten wir alles im Ort“, schreibt eine Teilnehmerin.

Nicht alles läuft rund – wie überall

Aber, wie in jeder Stadt und Gemeinde, läuft auch in Hüttlingen nicht alles rund. Viele Teilnehmende wünschen sich, dass die Gemeinde mehr tut für den Klimaschutz. Mit 5,1 Punkten bewerten die Hüttlingerinnen und Hüttlinger das Engagement der Verwaltung in Sachen Klimaschutz. Der kreisweite Durchschnitt liegt bei 5,5. „Ein nachhaltigerer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen gehört für mich zu einem entscheidenden Punkt, wenn es um den Wohlfühlfaktor in einer Gemeinde geht“, merkt ein Teilnehmer an.

Klimaschutz und Flächenversiegelung sind Themen, die nahe beieinander liegen. Die Teilnehmenden kritisieren etwa, dass Freiflächen im Ort und drumherum bebaut werden. „Etwas mehr Natur würde guttun, vor allem in der Dorfmitte“, ist in der Umfrageauswertung zu lesen. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege wird angesprochen. Das Thema Hochwasserschutz sollte die Gemeinde laut Umfrageergebnis zudem angehen.

Zwei weitere Sorgenkinder der Einwohnerinnen und Einwohner: die Verkehrsbelastung und die Digitalisierung. Mit 4,3 Punkten bewerten die Teilnehmenden die Belastung durch Autos & Co. im Ort. Der Kreisdurchschnitt: 5,1.

5,3 von zehn Punkten erhält die Digitalisierung. Kreisweit liegt diese bei 5,4 Punkten – die Gemeinde schneidet im Vergleich also durchschnittlich ab.

Oft ist in den Kommentaren der Wunsch nach mehr Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche zu lesen, außerhalb der Vereine. Es seien nur wenige Angebote vorhanden, die kein Geld kosten. „Potenzial wäre da“, meint ein Teilnehmer. Eltern fordern, dass die Spielplätze moderner gestaltet und saniert werden müssen und dass die Jugendeinrichtungen besser unterstützt werden. „Angebote mit Streetworkern wären sicherlich von Vorteil“, schlägt ein Teilnehmer vor.

Den Hüttlingerinnen und Hüttlingern fehlt ein Ort, um gemütlich Bier zu trinken oder essen zu gehen, das wird in den Kommentaren deutlich. Die Gastronomie erhält 5,1 Punkte. Damit liegt die Gemeinde in dieser Kategorie kreisweit auf Platz 28 von 43.

Ein fünfter Platz

Trotz allem: Hüttlingen ist laut Umfrageergebnis eine lebenswerte Gemeinde. 8 Punkte erhält die Lebensqualität, damit belegt Hüttlingen den fünften Platz im Ostalbkreis. 303 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hüttlingen haben am Ostalb-Check dieser Zeitung teilgenommen und dadurch gezeigt, wo es im Ort hakt und was bereits gut läuft. Vielen Dank fürs Mitmachen!

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