Hüttlingen stimmt für B 29-Rampe

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Aus vier Varianten wählte Hüttlingens Gremium die von den Planern den Räten favorisierte Routenführung aus. Wie die Zeitachse aussieht.

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Im Gemeinderat war der Umbau der Auffahrt zur B 29 am Albanus Thema. Mittelfristig soll die B 29 zwischen Anschlussstelle Affalterried und der Kocherbrücke bei Hüttlingen auf drei Fahrstreifen erweitert werden sowie die Anschlussstellen Hüttlingen und Affalterried jeweils auf zwei Auffahrrampen umgebaut werden. In der jüngsten Sitzung stellten Andreas Weiß vom Landratsamt und Planer Joachim Zorn vom beauftragten Büro Stadtlandingenieure vier Varianten für die Auffahrt Hüttlingen vor.

Weiß erläuterte, dass die B 29 bereits jetzt mit ihren zwei Spuren verkehrlich stark belastet sei, bis 2030 werde der Verkehr noch anwachsen. Bis 2030 rechne man mit 24.000 Fahrzeugen täglich. Um die Unfallschwerpunkte zu entschärfen, wolle man eine zweite Auffahrt auf der Nordseite bauen. Dazu werde die Strecke von Hüttlingen bis zum Rombachtunnel auf drei Fahrspuren erweitert, wobei jeweils bergauf die Überholspur wechsele. Die Fahrbahn werde von derzeit acht Metern auf 12,5 Meter verbreitert.

Zorn stellte vier mögliche Varianten vor. Bei allen wird die bisherige Auf- und Abfahrt umgebaut auf getrennte Spuren, ähnlich wie von Autobahnen bekannt. Auf der Nordseite entsteht zwischen der Fahrbahn und dem Onatsbach eine weitere Auffahrtsrampe. Bei drei Varianten geht die Zufahrt zur Nordseite oberhalb vom bisherigen Kreisel weg parallel zur Kreisstraße unter der Brücke hindurch und dann in einem Bogen zur B 29. Bei der vorgestellten Variante 3 würde die Zufahrt nördlich der Brücke direkt von der Kreisstraße abzweigen, hier müsste aber in den Lauf des Onatsbachs eingegriffen werden, zudem wäre der Flächenverbrauch größer.

Die Führung der Varianten wird unter anderem bestimmt durch die Unveränderbarkeit der Brücke und durch den Onatsbach. Die Variante 1a, die letztlich von den Planern und auch vom Gemeinderat favorisierte Ausführung,  empfiehlt sich durch die Vorzüge im Bericht hinsichtlich Entwicklungslänge, die Länge der Ausfädelspur aus Richtung Bopfingen, Anschluss an das untergeordnete Straßennetz und Umwelteingriffe als Vorzugsvariante. Im Gegensatz zu den anderen Varianten bietet sie die richtliniengetreuste Trassierung im Rahmen der vorhandenen Zwangspunkte. Alle Varianten wurden auf 37 Punkte, unter anderem ihre verkehrliche Belastbarkeit untersucht, dazu auf Flächenverbrauch, auf Lärmbelastung und entsprechende Maßnahmen, auf Naturschutz und Kosten. Sie liegen zwischen 8,8 und 9 Millionen Euro und werden komplett vom Bund getragen. Weiß sagte auf Nachfrage zu, dass beim Lärmschutz „alles gesetzlich Vorgeschriebene getan wird“.

 Von der Auffahrt auf der Nordseite ab würde jeweils die dritte Fahrspur den Berg hinauf als zweite Spur führen, sodass dort langsamere LKWs fahren würden.  Richtung Westhausen bleibt die Fahrbahn zweispurig. Auf Nachfrage nach einem Zeitplan gab sich Weiß vorsichtig. 2023 könne man die Planungen für die favorisierte Variante fertigstellen inklusive aller erforderlichen  Lärm- und Naturschutzmaßnahmen und dem RP vorlegen. Dann müssten sie auch vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden. 2024 oder 2025 könne man in die Planfeststellung gehen. „Dann dauert es aber noch etwas bis gebaut werden kann“, sagte er. Der GR stimmte der Variante 1a einstimmig zu, wenn optimaler Lärmschutz gebaut wird.

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