Hüttlingens ältester Bildstock wird 300

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Auf das Jahr 1721 datiert das Bildstöckle, das an der Verbindungsstraße zwischen Onatsfeld und Seitsfeld steht.

Seit 1721 steht das Kleindenkmal bereits auf der Gemarkung.

Hüttlingen. Das „Bildstöckle“ aus dem Jahr 1721 steht an der Straße von Onatsfeld nach Seitsberg, direkt am äußersten Stadtrand Aalens und zeigt unter einem Kreuz eine Mariendarstellung mit dem Jesukind.

Die noch lesbare Inschrift lautet: „ DIE GEM…LD HAT DIES A…SEZEN LASEN CASPAR ELSER 1721“. Der dabei vermutete Text lautet: „Die Gemeinschaft hat dies aufsetzten lassen. Caspar Elser 1721“.

Zur Historie: Ein alter Forscher berichtete einst von einem Mann aus Hofen, dass dieser uneheliche Kinder unterstützt habe. Aus Dankbarkeit sollen ihm eben diese Kinder im Jahre 1721 diesen schönen Bildstock errichtet haben.

Das Bildstöckle und die Anlage wird heute von der Familie gepflegt, welche das Grundstück bewirtschaftet. Der Bildstock ist auch in der Dokumentation von Felix Abele zu Feld- und Gedenkstätten der Gemeinde Hüttlingen enthalten.

Bischof Dr. Gebhard Fürst würdigte die Kleindenkmale und Wegzeichen als „Zeichen der Verwurzelung der Menschen in unserer Heimat in der christlichen Religion“. Sie erzählten Lebensgeschichten von Geburt und Taufe über verschiedene Wege mit viel Arbeit, Mühe und Plage bis zum Lebensende, so Fürst weiter.

„Diese Zeugnisse unserer christlichen Kultur sind es wert, erhalten, gepflegt und geschätzt zu werden, denn sie sind ein unvergleichlicher Schatz für uns. Wir möchten diese Kleindenkmale registrieren, dokumentieren und sichtbar machen.“

Bischof Gebhard Fürst hat für die Erhaltung und Pflege dieser Zeugnisse eigens die Stiftung ,,WegZeichen - LebensZeichen - GlaubensZeichen“ errichtet.

Kontaktdaten: Stiftung Wegzeichen, Geschäftsstelle, Eugen-Bolz-Platz 1, 72108 Rottenburg. Im Internet: www.stiftungwegzeichen.de

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