Kinder und Alte in höchster Gefahr

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Kinder vertreiben sich die Zeit. Viele von ihnen können im nächsten Schuljahr nicht zum Unterricht, weil deren Eltern wegen Corona das Geld fehlt.

Wie sich die Corona-Pandemie im westafrikanischen Burkina Faso auswirkt und wie das Hüttlinger Burkina-Faso-Team um Christel Trach-Riedesser Hilfe leisten will.

Hüttlingen

Das Coronavirus verschont auch die ärmsten Länder nicht. Aber Mundschutz, Desinfektionsmittel und Handschuhe – das sind Dinge, die sich der "normal arbeitende Mensch" in Burkina Faso nicht leisten kann, berichtet Christel Trach-Riedesser. Die Vorsitzende des hiesigen Helferkreises erzählt aber auch, dass mithilfe der Spenden aus Hüttlingen und aus der Umgebung schon einiges getan wurde.

"In vier Gemeinden nahe der Hauptstadt Ouagadougou hat René Millogo, unser jüngster Mitarbeiter, Masken, Desinfektionsmittel, Seife und vor allem Wasser bereitstellen lassen", erzählt sie. "Gerade für die arme Bevölkerung, die keine Unterstützung aus ihren Familien erhält."

Die Corona-Pandemie hat diese Unterstützung der Familien vor Ort praktisch zum Erliegen gebracht. "Angestellte, die in der Stadt arbeiten, sorgen für ihre Familien auf dem Land. Aber jetzt ist alles geschlossen", berichtet Millogo in einem Schreiben. Und viele Eltern werden ihre Kinder nicht fürs nächste Schuljahr anmelden können, weil sie sich das wegen der Einkommensausfälle in der Pandemie nicht mehr leisten können. Auch die Kliniken, und damit die Kranken und Schwachen, leiden unter der Misere, weil die Patienten nicht mehr angemessen versorgt werden könnten.

Zu den Folgen der Corona-Pandemie kommen der ständige Wassermangel und eine Lebensmittelknappheit, die sich wahrscheinlich noch verschärfen werde. Das Land sehe eine schwere Hungersnot auf sich zukommen. Dann seien gerade Kinder und Ältere Gefahren ausgesetzt, weil sie sich nicht ausgewogen ernähren können. Schon jetzt leiden mehr als zwei Millionen Hunger, ein Viertel mehr als im Vergleich zum vorigen Jahr.

Jeder gespendete Euro kommt in vollem Umfang an.

Christel Trach-Riedesser Vorsitzende Burkina-Faso-Hilfe

Das hiesige Burkina-Faso-Team um Christel Trach-Riedesser ist deshalb auf eine neue Idee gekommen. Einerseits gehe es darum, durch Hygienemaßnahmen die Gefahren einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. Andererseits wolle man den Bauern Saatgut, das an Ort und Stelle sehr teuer ist, zur Verfügung stellen, damit im nächsten Jahr Aussicht auf eine ordentliche Ernte bestehe.

Wer das Team finanziell unterstützen will, kann den Zweck seiner Spende mit einem Stichwort selbst bestimmten: entweder "Gesundheit" oder "Saatgut", erklärt Christel Trach-Riedesser. "Jeder gespendete Euro kommt in vollem Umfang an, weil alles ehrenamtlich organisiert wird", verspricht sie.

Spendenkonto: KSK Ostalb, IBAN DE41 6145 0050 0110 2154 00 BIC: OASPDE6A Katholische Kirchengemeinde Hüttlingen, Burkina Faso; Stichwort(e) "Gesundheit" und/oder "Saatgut".

Die Hüttlinger hoffen auf Spenden, damit weiter Reis verteilt werden kann.
Mundschutz und Desinfektionsmittel werden in Burkina Faso verteilt – ebenso wie Säcke mit Reis als Nahrungsmittel.

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