Klärschlamm im Schlierbach?

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Klärschlamm im Schlierbach?

Die BI vermutet, dass am Regenüberlaufbecken eine Tauchwand fehlt.

Hüttlingen-Niederalfingen. „Unzählige Kubikmeter an Klärschlamm sind am Samstag vor einer Woche in den Schlierbach und dann in den Kocher geflossen“: Das vermuten die Mitglieder der Bürgerinitiative „Hochwasserschutz sofort“. Aufgrund eines Starkregenereignisses in Neuler wurde Wasser vom Regenüberlaufbecken (RÜB) in den Schlierbach geleitet, wie Neulers Bürgermeisterin Sabine Heidrich nach dem Vorfall sagte. „Es sieht so aus, dass eine vorgeschaltete Tauchwand in den Ausläufen fehlt, die größere Schwebstoffe, etwa Hygieneartikel oder Rattengiftköder, zurückhält“, schreibt die Bürgerinitiative (BI) in einer Mitteilung. „Wir hoffen, dass es immer noch möglich ist, die Einleitungen der Schwämmstoffe und des Klärschlammes kocherabwärts nachzuweisen“, so BI-Sprecher Wilhelm Hammer.

Aufgrund der „massiven Versieglungen durch Neubaugebiete in Neuler, scheinen das Abwassersystem und die Behandlungskapazität der bestehenden Anlage zu gering dimensioniert zu sein“, schreiben die Mitglieder weiter. Anton Hügler, Vorsitzender der Gruppe, fordert nun, bei den Notauslässen in den Schlierbach ein Mess- und Überwachungssystem zu installieren. Hierbei müsse etwa die Häufigkeit und Dauer von „Einstau- und Entlastungsereignissen“ dokumentiert werden.

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