MV ohne Proberaum?

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DerMusikverein Hüttlingen - bei einem Auftritt bei den Wasseralfinger Tagen 2018.
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Gerücht: Hüttlingens Kindergarten wächst - auf Kosten des Musikvereins.

Hüttlingen. In der Gemeinde sind Gerüchte im Umlauf, dass der Musikverein seinen Proberaum in der Limeshalle verlieren soll, damit der gegenüber untergebrachte Kindergarten St. Franziskus erweitert werden könne. Das sei im Gemeinderat besprochen worden. Bürgermeister Günter Ensle bezeichnet diese Aussagen nun auf SchwäPo-Anfrage als reine Spekulation.

Der Kindergarten St. Franziskus arbeite seit über 30 Jahren in einem damals so genannten Provisorium sehr gut, aber in inzwischen beengten Verhältnissen, wie Ensle sagt. Richtig sei, dass die Kirchengemeinde sich an die Gemeinde gewendet habe, weil der Kindergarten weitere Räume brauche. So fehlten unter anderem Personal- und Besprechungsräume. Der Gemeinderat sei ebenfalls aufgefordert worden, eine Lösung zu suchen. Darüber mache man sich auch Gedanken, ergänzt Ensle. „Wie man nun auf die Idee kommt, dass der Probenraum des Musikvereins zur Disposition steht, ist mir ein Rätsel“, sagt er weiter.  

Die Gemeinde hatte den Probenraum gemeinsam mit dem Musikverein beim Umbau der Limeshalle eingerichtet und dort einiges investiert. Man wisse, dass der Musikverein auf den Raum angewiesen sei.

Auch Christian Ebert, Vorsitzender des Musikvereins, weiß nichts von entsprechenden Entscheidungen. Man habe im vergangenen Jahr zusammen mit Gemeinde und Kirchengemeinde eine Lösung für eine gemeinsame Nutzung des Raumes gefunden. So nützt derzeit eine Gruppe Förderkinder des Kindergartens den Probenraum vormittags, „da brauchen wir ihn nicht“, sagt Ebert. Der Kindergarten habe dort auch Geräte und Spielsachen eingelagert, die bei der Betreuung  genützt werden. „Das ist überhaupt kein Problem und für alle eine gute Lösung“, ergänzt der Vorsitzende. „Wenn wir in den Ferien mal vormittags rein wollen, ist der Kindergarten meist eh geschlossen.“

„Wir suchen nach Lösungen für den Kindergarten, alles andere ist reine Spekulation“, bekräftigt Günter Ensle abschließend.

⋌Jürgen Eschenhorn

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