Netzwerk für Senioren schaffen

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Seit September ist Kerstin Friedenberg Seniorenbeauftragte der Gemeinde Hüttlingen.
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Wie die Seniorenbeauftragte Angebote und Hilfe bündelt, um Anlaufstelle für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zu sein.

Hüttlingen

Seit dem vergangenen September ist Kerstin Friedenberg als Seniorenbeauftragte in der Gemeinde angestellt, eine der wenigen bisher im Kreis. Sie ist bereits sehr rührig unterwegs und hat „jede Menge Spaß an ihrer Arbeit, und zahlreiche Ideen“, wie sie sagt.

Seit 2012 ist Kerstin Friedenberg bei der Gemeinde als Erzieherin der „verlässlichen Grundschule“ an der Alemannenschule angestellt. Zu Beginn der Corona-Impfkampagne hat sie für die Verwaltung Impftermine organisiert, vor allem für Senioren und diese auch zur Impfung beraten. „Dann hat die Gemeinde bei mir angefragt, ob ich mir die Arbeit als Seniorenbeauftragte vorstellen könnte“, erzählt die 50-Jährige. Und sie konnte. Ihrer Bestellung hat der Gemeinderat im Juli 2021 einstimmig zugestimmt.

„Das Thema ist sehr komplex und mir kommt meine pädagogische Ausbildung zu Gute“, sagt Friedenberg. „Denn man muss Vertrauen zu den Menschenschaffen, sich einfühlen.“ Seit September sei sie aktiv gewesen, habe Kontakt zu allen Träger von Seniorenarbeit gesucht, Seniorengymnastik mitgemacht, war im Seniorenzentrum und anderes mehr. Und hat mehrere Fortbildungen und Pflegekonferenzen des Landkreises besucht, um auch von dort Ideen, Anregungen und Erfahrungen zu bekommen.

„Ich möchte vor allem ein Netzwerk zusammenfügen, aus dem man Senioren Unterstützung und Beratung zu quasi allen Fragestellungen- unter anderem Pflege, Vorsorge, Testament und anderes - bieten kann“, ergänzt die Seniorenbeauftragte. Und sie möchte in der Gemeinde alle Generationen, vor allem Jugend und Senioren, zusammen führen. „Denn nur mit Unterstützung werden die jetzt Jungen später zu Hause alt werden können, weil es nicht genug Pflegeheime geben wird“, betont sie. „Da werden wir neue Wege und Ressourcenbrauchen.“

Derzeit führt sie eine Umfrage unter Hüttlinger Bürgern des Alters 70+ durch, mit der sie Probleme und Wünsche, Ideen und Anregungen zum Alltag in der Gemeinde erfahren möchte. „Und der Rücklauf ist sehr gut, die Antworten sehr vielfältig“, freut sie sich. Und die Gemeinde hat einen Flyer aufgelegt, indem sie sich und ihre Arbeit unter dem Motto „Wir helfen Ihnen gerne bei allen Fragen rund ums Älterwerden“ kurz und prägnant vorstellt. Was sie auch freut, dass das Miteinander in Hüttlingen gut ist, beispielsweise die Nachbarschaftshilfe sehr rührig ist. „Ich sehe meine Aufgabe darin, Wissen zu sammeln und Kontakte zu vermitteln“, ergänzt sie. Und dazu sei Geduld und einlängerer Atem notwendig. „Das Ganze ist ein Langzeitprojekt“, betont sie. Zu sprechen ist sie sowohl im Rathaus als auch bei den Senioren vor Ort, das auch flexibel. Derzeit arbeitet sie in der Stelle in Teilzeit. Je nach Bedarf und Interesse könne das ausgebaut werden. „Aber es sollte eine andere Bezeichnung gefunden werden“, wünscht sich Kerstin Friedenberg, „auch um die Hemmschwelle zur Kontaktsuche zu senken.“

Kontakt: Kerstin Friedenberg, Zeiten: Mittwoch 14 – 16 Uhr, Donnerstag 10 bis 12 Uhr; Tel.: (0157) 39345056, E-Mail: servicestelle.huettlingen@gmx.de.

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