Nur 46 Jugendliche äußern sich

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Bei der Jugend-Umfrage wurde auch der Zustand des Dirtparks (hier bei der Eröffnung) moniert, der aufgrund seiner Beschaffenheit bei schlechtem Wetter eher nicht nutzbar ist.
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Eher geringe Teilnahme an Onlineumfrage unter Kindern und Jugendlichen in Hüttlingen.

Hüttlingen. Vier Wochen lang fand das dritte Hüttlinger Kinder- und Jugendhearing in Form einer Online-Umfrage Ende vergangenen Jahres statt. Die Beteiligung war etwas schwach, 46 Kinder- und Jugendliche im Alter von 11 bis 20 Jahre hatten sich beteiligt. Organisiert und ausgewertet hatten die Umfrage Antonie Wagner und Lena Weiß, die zu der Zeit als Praktikantinnen im Rathaus tätig waren.

Die beiden stellten dem Gemeinderat die Ergebnisse in der jüngsten Sitzung vor. Bekannt gemacht wurde der Link im Amtsblatt, auf der Homepage der Gemeinde und Plakate. Die Jugendlichen konnten Anregungen, Wünsche und Ideen in Bezug auf Jugendarbeit, Freizeitaktivitäten und Sonstiges äußern.

So wurde beispielsweise der Zustand der Bolzplätze moniert, es fehlten Tischtennisplatten am Bouleplatz solle eine Bepflanzung zur Straße als Sichtschutz angelegt werden. Weiter solle das Ferienprogramm verbessert und attraktiver werden, eine neue Skateranlage als möglicher Treffpunkt gebaut werden und ein Bauwagen als Treffpunkt für Jugendliche beschafft werden. Was allerdings eher etwas für eine private Initiative wäre, wie Antonie Wagner sagte. Zudem sei der Zustand des Dirtparks aufgrund des verwendeten Materials meist sehr schlecht. Und letztlich sei der Jugendtreff in der Uhlandstraße einfach unattraktiv, zu wenig geöffnet, biete zu wenige Aktionen und vor allem unbekannt.

Mitgemacht hatten 45 Prozent Jungs, der Rest Mädchen, die meisten waren im Alter von 11 bis 16. 74 Prozent sind in einem örtlichen Verein, die Mehrheit findet die vorhandenen Sportanlagen gut. Viele monieren fehlende Freizeit- und Treffmöglichkeiten, sie seien deshalb öfters zu Hause oder am Bucher Stausee. Zudem sollten die Busverbindungen verbessert werden. Den bezeichneten auch Eltern in der Umfrage als „Armutszeugnis“, auch weil Anwohner sich vorab schon beschwert hatten. Der Jugendtreff ist über 60 Prozent der Befragten unbekannt, praktisch niemand der Befragten nützt ihn. Ludwig Rettenmaier, Geschäftsführer von „Epia“, die den Treff betreut, sagte, dass regelmäßig etwa 10 Jugendliche im Treff seien, diese aber bei der Umfrage nicht mitgemacht hatten. Mitglieder des Gremiums lobten die Umfrage, bedauerten aber die geringe Teilnahme. Die Ergebnisse müsse man aber auch für die Überlegungen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde im Auge behalten. Man hätte vielleicht auch in den sozialen Medien werben sollen. Bürgermeister Ensle, ergänzte, man habe auch durch den Rektor in der Schule zur Teilnahme aufgefordert.

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