Ölwegbrücke ist freigegeben

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Die neue Ölwegbrücke wurde gestern offiziell von Bürgermeister Günter Ensle (6.v.li.), mehreren Gemeinderäten und Vertretern der beteiligten Firmen freigegeben. Foto: je
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In Hüttlingen ist nach einjähriger Bauzeit endlich wieder der zusätzliche Übergang über den Kocher möglich. Was berücksichtigt wurde.

Hüttlingen

Nach rund einem Jahr Bauzeit ist gestern die neue Ölwegbrücke über den Kocher wieder offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Aufgrund von Baufälligkeit wegen ihres Alters musste sie erneuert werden.

Geplant war zunächst eine Sanierung, bei Untersuchungen des Fachbüros Müller-Winkle aus Stuttgart waren aber an der aus dem Jahr 1934 stammenden Brücke so massive Schäden festgestellt worden, dass ein  Neubau nötig wurde. So wurde nach entsprechendem Gemeinderatsbeschluss am 14. September 2021 mit dem Abriss begonnen. Entstanden ist eine 17,25 Meter lange Brücke mit einer 3,50 Meter einspurigen Fahrbahn, einem kombinierten Geh- und Radweg auf der einen und einem Gehweg auf der anderen Seite.

In der Lindenstraße, im Ölweg und der Gartenstraße wurden Kanalleitungen ausgewechselt, um das Trinkwassernetz zu erneuern und zu erweitern, dazu wurden in der Brücke und den Straßen Breitbandleerrohre verlegt und die Straßenbeleuchtung ergänzt. Zudem werden Lindenstraße und Ölweg in Teilen höher gelegt, da die neue Brücke höher liegt als die alte.

„Die neue Brücke ist für ein Extremhochwasser HQ 100 plus 50 Zentimeter Freibord ausgelegt, ist höher und hat entgegen der alten keine Pfeiler, an denen sich Treibgut verfangen könnte“, sagte Bürgermeister Günter Ensle. Der gesteckte Rahmen für die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen wurde mit rund 1,07 Millionen Euro eingehalten, „auch wenn man mal darüber verhandeln musste“, schmunzelte Ensle, an den Chef der ausführenden Firma Stark, Thorsten Rall, gewandt. Sie wurden mit insgesamt rund 720 000 Euro bezuschusst. Die Tief- und Straßenbauarbeiten plante das Büro Stadtlandingenieure, die Brückenarbeiten das Büro Müller-Winkle.

Die Gemeinderäte schlugen noch weitere Verkehrsschilder zur Kenntlichmachung des kombinierten Geh- und Radwegs vor und das Abschleifen der bisher scharfen Kanten der Gehwege zur Fahrbahn hin. Beides soll geprüft werden.  

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