Pfarrer Ludwig Heller sagt Ade

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Der stellvertretende Dekan des Kirchenbezirks Ostalb, Dr. Pius Adiele (links), verabschiedet Pfarrer Ludwig Heller.
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Der Pfarrer wird in den Ruhestand verabschiedet. Wer das Amt nun übernimmt.

Hüttlingen. Groß waren die Dankbarkeit und der Wehmut von Bevölkerung, Kirchengemeinde, Gemeindeverwaltung, Vereinen und vielen anderen bei der Verabschiedung von Pfarrer Ludwig Heller in den Ruhestand. Nach fast 15 Jahren beendete der 70-Jährige seinen Dienst in der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließendem Stehempfang.

„Wir sind in Hüttlingen eine Familie, und ich bin dankbar für alles, was mir in diesen 15 Jahren hier gegeben wurde“, sagte Pfarrer Heller. Er habe sich immer wohl und willkommen gefühlt, sei gut in der Gemeinde aufgenommen worden, ergänzte er. Das war auch Thema in seiner Abschiedspredigt, deren Grundlage die Worte „Lass die Gläubigen die Zeichen der Zeit verstehen“ aus dem Evangelium waren. Er habe es in seiner Tätigkeit als Pfarrer immer als Aufgabe gesehen, die Worte Gottes den Menschen in Zusammenhang mit dem Alltag näher zu bringen, sie offen für diese Worte zu machen. „Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht“, sagte er. Er habe gern versucht aufzuzeigen, wie viel Kraft der Glaube geben könne. Und auch Kranke zu unterstützen, oder Angehörige, die einen Verstorbenen betrauern, auf dem letzten Weg zu begleiten, daran habe er immer Freude gehabt und dann auch sehr viel zurück erhalten. „Trauer, Freude und Angst zu teilen“ sei ihm eine große Freude gewesen. Es sei sicher nicht immer gelungen, es sei aber Aufgabe von Christen, immer zu zeigen dass sie durch den Glauben glücklich sind. Abschließend wünschte er seiner Gemeinde alles Gute.

Der stellvertretende Dekan des Kirchenbezirks Ostalb, Dr. Pius Adiele, schilderte den Werdegang von Heller. Er selbst hatte sich im Mai 2007 ebenfalls um die Stelle in Hüttlingen beworben. Er bezeichnete Heller als überaus engagiert in seinem Tun, „Vieles ist im Hintergrund gelaufen“, sagte er. Adiele verabschiedete Heller mit Handschlag, einem Geschenk und einem persönlichen Brief des Bischofs Gebhard Fürst. Für die Vakanzzeit sei er als Administrator für die Gemeinde bestimmt, für drei Monate übernehme Pfarrer Gregor Rapa, aus Polen stammend und lange in der Ukraine in der Gemeinde Lugansk tätig, bevor er 2015 dort vertrieben wurde. 

Beim anschließenden Stehempfang bezeichnete Bürgermeister Günter Ensle den scheidenden Pfarrer als analytisch mit hintersinnigem Humor ausgestattet und zugänglich. Er habe immer ein offenes Ohr gehabt für alle Christen. Auch Ministranten,  die Schulkinder und Vereine bedankten sich. Der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Willi Anderl, überreichte Heller eine Ikone unter viel Beifall als Zeichen des Dankes der Gemeinde.

Eine Bläsergruppe des Musikvereins umrahmte den Empfang. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Heilig-Kreuz-Chor unter Leitung von Marvin Martincic. 

Bei einem Stehempfang verabschiedet auch Bürgermeister Günter Ensle (2. v. li) Pfarrer Ludwig Heller (links).

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