Pläne für mehr Gewerbe und Wohnen

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Auf diesen Flächen wird ab dem Frühjahr das Baugebiet Heiligenwiesen Süd erschlossen.
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Was die Gemeinde Hüttlingen im Gewerbegebiet Bolzensteig und im Baugebiet Heiligenfeld vorhat. Zudem will die Verwaltung an der Steuerschraube drehen.

Hüttlingen

In seiner jüngsten Sitzung hat der Hüttlinger Gemeinderat eine Erweiterung des Gewerbegebiets Bolzensteig beschlossen und den entsprechenden Bebauungsplan „Bolzensteig VI“ gebilligt.

Gewerbegebiet Bolzensteig: In seiner Stellungnahme bezeichnete Bürgermeister Günter Ensle die Erweiterung des Gewerbegebiets als „lebensnotwendig für die Gemeinde, um mehr Gewerbesteuer generieren zu können“. Das Aufkommen müsse von derzeit zwei Millionen Euro auf etwa vier bis fünf Millionen Euro gesteigert werden. Man habe Anfragen von 11 Firmen aus Hüttlingen und näherer Umgebung für eine Fläche von 11 Hektar, sechs davon wolle man jetzt mit dem neuen Plan umsetzen. Es wäre schon seit rund 20 Jahren umgesetzt, wenn nicht das Land dort eine Sondermüllverbrennungsanlage hätte bauen wollen, die man mit der ganzen Region verhindert hätte, meinte Ensle.

„Die Fläche ist weiter als Industrie- und Gewerbegebiet ausgewiesen, der Flächennutzungsplan muss angepasst werden“, sagte er. Er erhoffe sich die Solidarität von Nachbargemeinden sowie von der damaligen Bürgerinitiative.

Planer Joachim Zorn vom Büro Stadtlandingenieure erläuterte die Planungen zum Gebiet, das an „Bolzensteig V“ anschließt. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf des Bebauungsplans zu.

Baugebiet Heiligenwiesen: Bauingenieur Alexander Jörg von „Stadtlandingenieure“ erläuterte dem Gremium die aktuelle Entwurfs- und Ausführungsplanung für das neue Baugebiet. Es wird 27 Baugrundstücke auf 1,6 Hektar umfassen. Die Kosten werden mit 2,35 Millionen Euro veranschlagt, die im Haushalt 2021 und 2022 eingestellt seien. Der Baubeginn ist im Mai 2022 vorgesehen, die Fertigstellung im Juni 2023. Der Gemeinderat stimmte der Planung einstimmig zu. In einem zweiten Punkt wurde der Grundstückspreis auf 270 Euro je Quadratmeter angehoben.

Breitbandausbau: Jörg und Werner Riek vom Landratsamt stellten dem Gremium die Ergebnisse der Marktumfrage und die Planungen für den Breitbandausbau im Rahmen der Förderprogramme vor. Riek zeigte, wo im Ort und den Teilorten das Internet weniger als 100 Mbit/sec leistet und damit zu den „Grauen Flecken“ zählt. Jörg stellte Planungen für den Anschluss verschiedener Gehöfte und Teilorte vor, die „Weiße Flecken“ sind. Dazu zählen unter anderem Zanken, Kläranlage, Lachenschafhaus und Haldenschafhaus, Unterlengenfeld, Reuthof, Albanus und Teile von Niederalfingen. Die Arbeiten werden mit insgesamt 90 Prozent von Bund und Land bezuschusst. Im Januar soll ausgeschrieben werden, nach der Vergabe im März soll ab April gebaut werden.

Gebühren: Die Gemeinde erhöht mehrere Gebühren geringfügig. Dazu gehören Grundsteuer A von 370 auf 373 Punkte, Grundsteuer B von 395 auf 398, was Mehreinnahmen von zusammen etwa 6000 Euro bringt, und die Gewerbesteuer von 365 auf 368 Punkte (14 400 Euro Mehreinnahmen). Auch die Hundesteuer wird leicht erhöht. Die Gebühr für einen Ersthund etwa steigt von 102 auf 108 Euro, für einen Kampfhund von 612 auf 702 Euro. Ebenfalls leicht angehoben werden die Eintrittspreise für das Freibad Niederalfingen.

Jugendhearing: Zwei Praktikantinnen haben einen Online-Fragebogen erarbeitet, mit dem Kinder- und Jugendliche vom 4. Dezember bis zum 3. Januar 2022 befragt werden.

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