Schweizer Duo sorgt für viele Lacher

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Gastspiel "Ohne Rolf" mit Jonas Anderhub (links) und Christof Wolfisberg.
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Die Im Rahmen des Hüttlinger Kleinkunstfrühlings haben die Komiker Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg das Publikum im Bürgersaal begeistert.

Hüttlingen

Gesprochen haben sie nicht, die beiden Schweizer Komiker Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg, bei ihrem Gastspiel beim Hüttlinger Kleinkunstfrühling im Bürgersaal. Und doch haben sie sich und das Publikum glänzend unterhalten – mit Hilfe von einer Vielzahl gedruckten Plakaten mit knappen Sätzen boten sie rund 90 witzige, spannende und kurzweilige Minuten.

Das Konzept der beiden Kleinkünstler ist überraschend und ungewöhnlich, und das nicht nur wegen der bedruckten Plakate, die sie auf zwei Trittleitern stehend mal schnell, schwer zu verfolgen, mal langsam aus einem Koffer für das Publikum sichtbar nach vorne hängen. Sondern auch wegen der Mimik und Gesten der beiden – mal gespannt, mal freudig kommunikativ, mal beleidigt und trotzig. Und eben völlig ohne Worte. Was das Publikum immer wieder zu Lachern und Beifall heraus fordert.

Blattrand ist ein geistreicher wie origineller Knüller der Kleinkunst. Die beiden machen vieles anders und überraschen immer wieder mit Einfällen trotz minimaler Mittel. Der Dialog mit vorgedruckten  Schrifttafeln gestaltet sich mit sensiblen und hintergründigen Wortspiele. Besonders wenn sie ihre Gedanken in spezieller Schrift darstellen, oder sich am Anfang über Hüttlingen, das Publikum und den Ort des Geschehens austauschen. Lacher gibt es, als einem die Tinte ausgeht – und er mittels trinken nachfüllen muss. Oder als es Buchstabensalat gibt, weil der Drucker „spinnt“ – und mit Schütteln alles wieder in die richtige Reihenfolge kommt.

Sie wollen aber endlich sprechen können zu„Stimmberechtigten“ werden, also wird eine Suppe gekocht mit zwei Bändern von Tonkassetten, diese getrunken – und doch kein Erfolg. Also holen sie den Chef auf die Bühne quasi als Azubi  – Bürgermeister Günter Ensle, der den beiden Künstlern aber nicht bekannt ist, und wollen von ihm einen Rat, wie sie sprechen können. Der anschließende Dialog, witzig mit viel Hintergedanken, auch über seine Arbeit, sorgt für ausgiebiges Lachen beim Publikum. Ensle erzählt auch einen einigermaßen originellen Witz – alles ebenfalls mit vorgedruckten Plakaten. Thema: „Welches Tier dreht sich noch nach seinem Tod 150 Mal.“

Das Programm erschöpft sich nicht in der einen, innovativen Idee, sondern entwickelt sie unterhaltsam weiter. Das wird mit viel Beifall honoriert.

Gastspiel "Ohne Rolf" mit Jonas Anderhub (links) und Christof Wolfisberg (rechts) unter Mitwirkung von Bürgermeister Günter Ensle.
Gastspiel "Ohne Rolf" mit Jonas Anderhub (links) und Christof Wolfisberg unter Mitwirkung von Bürgermeister Günter Ensle.
Gastspiel "Ohne Rolf" mit Jonas Anderhub (links) und Christof Wolfisberg.
Gastspiel "Ohne Rolf" mit Jonas Anderhub (links) und Christof Wolfisberg.

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