Sculturies sanieren Skulpturen

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Die Männer von Sculturies haben in ungefähr 250 Stunden Muffigel, Rumpelstilzchen und viele andere Holzfiguren restauriert. Als Nächstes knöpft sich die Gruppe die Skulpturen auf dem Neulermer Skulpturenweg vor.
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31 Holzfiguren auf dem Skulpturenrundweg in Niederalfingen haben die Männer des Vereins Sculturies restauriert. Warum einige Figuren kaputt waren.

Hüttlingen-Niederalfingen

Hase und Igel. Das Rumpelstilzchen. Der Nachtwächter. Nils Holgerson. Sie alle sind daheim auf dem Skulpturenweg in Niederalfingen und Neuler.

Seit über zehn Jahren stehen die Holzfiguren schon im Wald. Die Zeit ging nicht spurlos an den Skulpturen vorbei. Die Ziegen vom Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" haben Risse. Auch die Gänsemagd aus Grimms Märchen hatte schon bessere Tage. "Die Sonne hat manchen Holzfiguren zugesetzt. Durch sie altern die Kunstwerke schneller", sagt Hermann Haas von den Sculturies.

Damit die 31 Skulpturen wieder fit für den Sommer, für die Wandersaison sind, hat die zehnköpfige Männertruppe gesägt, geschmirgelt, gemalt und, wenn nötig, ganze Skulpturen erneuert. "Wir haben dafür gesorgt, dass man die Skulpturen wieder anschauen kann", sagt Haas.

"Ungefähr 250 Stunden haben wir in die Restauration gesteckt", rechnet der Künstler vor. "Manche Figuren waren aus Douglasienholz. Da war der Holzwurm drin." Haas: "Jetzt sind alle Figuren aus Eiche. Das Holz ist härter und wird seltener von Schädlingen befallen."

Man kann die Skulpturen wieder anschauen.

Hermann Haas

Doch wer sind die Männer eigentlich, die den Skulpturenpfad pflegen, die Figuren erschaffen? Die Rentner gründeten vor mehr als zehn Jahren den Verein Sculturies. "Geschnitzt haben wir zuerst kleine Figuren wie Madonnen", erzählt Hermann Haas. Die großen Skulpturen entwarfen die Künstler erst später. Die Rentner verbindet die Liebe an der Arbeit mit Holz.

Im Sommer geht's raus

Im Winter entstehen die Werke in den Räumen der technischen Schule Aalen. Im Sommer wird draußen gearbeitet. Hüttlingens Bürgermeister Günter Ensle ist dankbar, "dass die Sculturies die Figuren restaurieren". Die Hardware, also das Holz, beschaffen die Gemeinden Hüttlingen und Neuler. Denn der Skulpturenweg ist ein interkommunaler Weg, wie der Bürgermeister es ausdrückt. In vier Abschnitten führt er von Niederalfingen nach Neuler. Die Figuren in Abschnitt zwei, drei und vier wollen sich die zehn Schnitzkünstler als Nächstes vorknöpfen. "Mit der Restaurierung wollen wir demnächst beginnen", sagt Haas.

Infos über den Skulpturenweg gibt's online unter www.sculturies.de.

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