Wo der Dirtpark entstehen soll

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Sprünge wie dieser Biker möchten auch die Jugendlichen in Hüttlingen machen. Der Gemeinderat hat sich für einen Standort für einen solchen Dirtpark ausgesprochen.
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An der Wasseralfinger Straße, an der Kocherstraße oder in den Benzenwiesen? Der Hüttlinger Gemeinderat diskutiert und spricht sich für einen Standort aus.

Hüttlingen

Beide Fraktionen des Gemeinderats hatten Anfang des Jahres die Einrichtung eines sogenannten Dirtparks, eines Parcours, auf dem Jugendliche mit Fahrrädern an Hindernissen akrobatische Kunststücke üben, gefordert. 5000 Euro wurden dafür im Haushalt eingestellt. „Wir sind uns alle einig, dass Jugendliche und Kinder unsere Zukunft sind, deshalb tun wir auch viel“, sagte Bürgermeister Günter Ensle. Ein Dirtpark sei sicher sinnvoll.

Die Fraktion Aktive Bürger und CDU hatte als Standort ein Grundstück in der Wasseralfinger Straße an der Boulebahn und eines an der Kocherstraße vorgeschlagen. Die Bürgerliste favorisiert ein Grundstück im Gebiet Benzenwiesen zwischen B19 und dem geteerten Flurweg, auf dem allerdings in etwa fünf Jahren eine zweite Auffahrt zur Westumgehung entstehen soll. Im Vorfeld hatte die Verwaltung zu allen Standorten die Anwohner angeschrieben und zu ihrem Standpunkt befragt. Im Bereich Wasseralfinger Straße waren neun Anwohner einverstanden, 23 dagegen. Auch wurde eine Unterschriftenliste mit 20 Gegnern bei der Verwaltung abgegeben. Beim Standort Kocherstraße waren zehn Anwohner einverstanden und 21 nicht einverstanden.

Die Verwaltung hatte auch für das Grundstück Benzenwiesen bereits die Eigentümer befragt, die es der Gemeinde verpachten würden. In einer Reihe Stellungnahmen hatten zuständige Behörden im Landratsamt und das Regierungspräsidium ihre Stellungnahmen abgegeben. Unter anderem muss ein solcher Dirtpark danach mindestens 20 Meter von einer Straße und zehn Meter von einem Gewässer entfernt liegen. Es sei auf Verkehrssicherheit zu achten.

Die Anlage „sei verfahrensfrei“, sofern die angehäuften Erdhügel nicht höher als zwei Meter seien und der Park weniger als 500 Quadratmeter umfasse, und anderes mehr. Damit scheide der Standort an der Kocherstraße praktisch aus, der an der Wasseralfinger Straße werde eher schmal, erläuterte Hauptamtsleiter Franz Vaas. Im Gebiet Benzenwiesen sei die Anlage eben zeitlich befristet, deshalb müsse die Gemeinde eine Vereinbarung eingehen, dass man die Anlage einebne, sobald die Planer der Auffahrt das wollen. Josef Kowatsch schlug das Grundstück auf der anderen Seite des Flurwegs in den Benzenwiesen als weitere Alternative vor. Ensle sagte zu, dass die Verwaltung auch hier mit den Eigentümern spreche. Mehrere Räte bedauerten, dass jede Menge Vorschriften und Anwohner eine Initiative für die Jugend verhindern wollten, dass „kein Miteinander für Kinder und Jugendliche möglich ist“, wie Grimm sagte.

Markus Raab beantragte für die Bürgerliste, sich für den Standort Benzenwiesen auszusprechen und dort das zweite Grundstück zu prüfen. Das sei am schnellsten zu machen und man könne Erfahrungen sammeln. Stefanie Salvasohn sagte, die Nutzer des Dirtparks seien eine andere Klientel als die, die an den Märkten in der Kocherstraße teilweise sich laut und belästigend verhielten, bei ihnen erwarte sie nicht zu viel Lärmbelästigung.

Einer der Bürger auf den voll besetzten Zuschauerplätzen erhielt Redeerlaubnis. „Es sind Fahrräder, keine Mopeds, sie sind leiser. Hüttlingen muss eine lebendige Gemeinde bleiben“, sagte er unter viel Beifall. Nach einer kurzen Beratung sprachen sich die Räte mit der Mehrheit der Bürgerliste für den Standort Benzenwiesen aus, weil er am schnellsten zu verwirklichen sei, wie Heidi Borbely sagte.

Wobei die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung im Juli mit den Besitzern des zweiten Grundstücks wegen einer Verpachtung sprechen soll.

Wir sind uns alle einig, dass Jugendliche und

Günter Ensle, Bürgermeister Hüttlingen

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