Wunsch nach besserer Mobilität und mehr Kontakten

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Bürgermeister Günter Ensle (3.v.r.) mit den fünf Umfrageteilnehmern, die sich über einen der fünf attraktiven Preise freuen dürfen.
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Umfrage unter Senioren in Hüttlingen ist ausgewertet. 256 Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich.

Hüttlingen. Die Seniorenbeauftragte Kerstin Friedenberg stellte dem Gemeinderat die Ergebnisse ihrer Umfrage unter den Senioren 70+ in der Gemeinde vor. 1037 Personen wurden angeschrieben, von diesen haben 256 mitgemacht, was einer Beteiligung von rund 25 Prozent entspricht. 138 Frauen und 109 Männer haben die Fragebogen ausgefüllt. Die meisten sind im Alter von 70 bis 89 Jahre, elf sind über 90 Jahre alt. Kerstin Friedenberg zeigte sich sehr erfreut über die Beteiligung.

Beeinflusst worden seien die Ergebnisse natürlich durch Corona und den erlebten Einschränkungen, so Friedenberg. So wünsche sich ein Großteil der Befragten wieder mehr Kontakt zu anderen Menschen, gute und kostenlose WLAN-Verbindungen, mehr Fahrdienste und Hilfe bei der Handhabung von Computer und Handy. Dazu erhoffen sich die Senioren Hilfe  bei Alltagsarbeiten, bei Anträgen zum Beispiel zu Pflegestufen und bei Krankheit. Wichtig seien ihnen mehr Mülleimer, Radwege, und eine frei zugängliche Toilette im Ortskern.

Auch die Mobilität sei den älteren Bewohnern sehr wichtig, so Friedenberg. Deshalb wünschen sich viele (81 Personen) bessere Busanbindungen nach Aalen und Ellwangen. Fahrpläne seien meist schlecht lesbar und zu klein gedruckt.

Mehr Bänke gewünscht

Wunsch ist es auch, dass es ein vielfältigeres kulturelles und sportliches Angebot für Senioren gibt,  hauptsächlich am frühen Nachmittag. Als Kontaktmöglichkeiten sollen ein „Schwätzbänkle“ (93 Erwähnungen), überhaupt mehr Bänke im Ort verteilt und ein kostenloses Schwarzes Brett (105) geschaffen werden.

Weiter gab es Anregungen für ein Seniorencafé, einen öffentlichen Bücherschrank, günstigeren Wohnraum, mehr Kontakt zu Kindern, zum Beispiel Hausaufgabenhilfe, Bastel- und Kochkurse. Vereine und Kirchen sollten ihre Angebote erweitern. Zudem seien mehr ambulante Pflegedienste und  Möglichkeiten für betreutes Wohnen dringend notwendig. Viele  Hüttlinger Senioren wollten so lange wie möglich in ihrer Gemeinde leben.

86 Personen haben sich auch zufrieden mit den Vereinen, den kulturellen Angeboten, der Infrastruktur der Gemeinde, Ortsmobil, Freibad, Feste, Rehasport, Seniorenzentrum gezeigt, ebenso mit der Befragung an sich.

Der Großteil der Teilnehmenden lebt zusammen mit seinem Ehe- oder Lebenspartner, manche bei ihren Kinder und Enkeln oder alleine. Nur wenige wohnen komplett  barrierefrei.

Die Ergebnisse zeigten, dass weiter Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen werden müssten, damit die Menschen so lange als möglich zu Hause gut leben könnten, resümierte die Seniorenbeauftragte. Viele würden sich gegenseitig helfen. Auch der familiäre Zusammenhalt komme sehr stark zum Tragen. Es laufe vieles gut. Sie wolle alle Beteiligten noch besser vernetzen. Dem schlossen sich auch beide Fraktionen und Bürgermeister Günter Ensle an. Jürgen Eschenhorn

Attraktive Preise verlost

Unter den Teilnehmern der Umfrage waren einige attraktive Preise verlost worden. Die Preisträger: 1. Preis (Flug über Hüttlingen): Ruth-Maria Fischer; 2. und 3. Preis (jeweils eine Karte für die Veranstaltung SWR Big Band & Max Mutzke): Lothar Hofmann und Walter Kreuzer; 4. und 5. Preis (GHV-Gutschein über 50 Euro: Angela Teufelund Bruno Wolfsteiner.

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