Mehr Platz für Häuslebauer

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Baugebiete entstehen in Wöllstein und Hohenstadt. Schlafende Ampel ist geplant.

Abtsgmünd. Mit einer ganzen Reihe von Baugesuchen und der Fortentwicklung von neuen Baugebieten befasste sich der Technische Ausschuss des Gemeinderats in seiner jüngsten Sitzung in der Turn- und Festhalle Pommertsweiler.

Die privaten Baugesuche reichten von der Erstellung eines Geräteschuppens über ein Wohnhaus, ein Mehrfamilienhaus in Abtsgmünd und den Umbau der ehemaligen Molkerei in Pommertsweiler bis zu einer neuen Trafostation bei Kessler & Co. Die Vorhaben mit ihren meist nötigen baurechtlichen Befreiungen wurden vom Ausschuss befürwortet.

In Wöllstein entsteht ein neues Baugebiet mit 2,27 Hektar und 29 Bauplätzen an der Alten Abtsgmünder Straße. Die bisher vorliegenden Pläne wurden vom beauftragten Planer Harald Wahl noch einmal optimiert, um weniger Verkehrsflächen zu verbrauchen. Auch wurden die Grundstücksflächen und die Baurichtlinien wie Gebäudehöhen und Geschosszahlen überarbeitet. Jetzt besteht die Fläche zu 80 Prozent aus Wohnbaufläche und 17 Prozent aus Verkehrsfläche. Die Fahrbahnbreite beträgt 5,5 Meter. Die Bauherren dürfen direkt an der Grundstücksgrenze ihre Abgrenzung nicht höher als 80 Zentimeter gestalten, um freie Sicht zu gewähren und parken am Fahrbahnrand zu erleichtern. Die zuständigen Behörden und Dienstleister äußerten in ihren Stellungnahmen keine Bedenken. Der Ausschuss wählte aus mehreren Vorschlägen die Straßennamen „Langfeldstraße“, „Jakobusstraße“ und „Ritter-Hack-Straße“ für das neue Baugebiet aus.

27 kompakte Bauplätze werden in Hohenstadt im Gebiet „Ziegeläcker III“ an der Heerstraße Richtung Börrath entstehen. Das Gebiet hat eine Fläche von rund 1,84 Hektar, die Bauplätze im Durchschnitt 565 Quadratmeter. Wahl und Kiemel stellten dazu eine erste Planung zur Diskussion. Zufahrten werden von der Heerstraße und von der Holderäckerstraße gebaut, öffentliche Parkplätze sind bisher nicht geplant. Die Fahrbahnbreite lasse ein Parken zwischen den Grundstückszufahrten zu. Lediglich bei einem Eckgrundstück müsse noch die optimale Lösung für eine Anbindung gefunden werden. Von hier aus seien weitere Bauplätze in Richtung Süden und Westen möglich.

Zu flott unterwegs

Am Ortseingang Hohenstadt aus Richtung Obergröningen wird zu schnell gefahren. Hier müssen vor allem Kinder auf ihrem Weg in Schule und Kita queren. Seit längerer Zeit wird nach einer Lösung für mehr Sicherheit gesucht, unter anderem wurde ein Zebrastreifen von den Verkehrsbehörden wegen zu wenig Verkehr abgelehnt. Jetzt hat das Büro „a2Plan Ingenieure“ eine sogenannte „schlafende Ampel“ vorgeschlagen und entsprechende Pläne ausgearbeitet. Diese wurden von allen Behörden in einer Verkehrsschau befürwortet. Die Ampel gibt auf Anforderung Signal und wird durch entsprechen Schilder und Markierungen ergänzt.

Der Straßenbelag in diesem Bereich wird erneuert, für Sehbehinderte gibt es taktile Bodenindikatoren. Die Gesamtkosten betragen insgesamt rund 131 000 Euro, die Ampelanlage für rund 30 000 Euro wird vom Landkreis übernommen. Jürgen Eschenhorn

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