Rehe vom Friedhof fernhalten

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Hüttlingen. Der Friedhof ist ein Ort der Ruhe. Auch für Rehe, denn die können dort ungestört äsen. Sie futtern aber Grabschmuck, Kränze und Schnittblumen. Selbst Einpflanzungen schmecken dem Rehwild, und die reißen die Tiere auch schon mal heraus.

Am Mittwochabend befasste sich der Gemeinderat erneut mit diesem Thema, denn den Winter über ist dies öfters vorgekommen. Feinde: Fehlanzeige. Auch der Jäger darf auf dem Friedhof nicht schießen. Zwar ist ein Teil des Friedhofs umzäunt, und die anderen Bereiche sind mit Hecken und Buschwerk abgegrenzt. Doch die Spurenlage bei Schnee beweist: Rehe sind unter dem bestehenden Zaun durchgeschlüpft.

Augenzeugen hätten dies der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, berichtete Kämmerer Oswald Bolz. Sein Vorschlag: Den Maschendrahtzaun auf 245 Metern Länge zu ersetzen durch einen 1,60 Meter hohen Doppelstabmattenzaun. Den könnten Rehe weder überspringen noch unter ihm durchschlüpfen. 25 000 Euro solle er kosten, der Gemeinderat möge einer außerplanmäßigen Ausgabe zustimmen.

Joachim Grimm brachte eine Variante ins Spiel: Den Zaun nicht oben am Hang, sondern unten unmittelbar am Gelände entlang zu führen, dann wäre er nur halb so lang. Ortsbaumeister Georg Nusser wandte ein, das mache die Gehölzpflege umständlicher und damit teurer.

In der weiteren Diskussion wurde auch betont, dass Friedhofsbesucher entgegen der Hinweise auf Schildern die Tore offenstehen lassen.

Auf Vorschlag von Damian Wörner wurde dann beschlossen, einen 1,80 Meter hohen Zaun errichten zu lassen, damit Rehe ihn keinesfalls überspringen können.Manfred Moll

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