Technischer Ausschuss stimmt für Löschkanone

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Abtsgmünd will ein altes Feuerwehrauto durch schlagkräftiges Tanklöschfahrzeug ersetzen.

Abtsgmünd. Als vierte Kommune im Landkreis will die Gemeinde ein Tanklöschfahrzeug mit mindestens 4000 Litern Löschwasservorrat beschaffen. Je nach Ausführung könnten es sogar bis zu 5500 Litern sein, sowie 500 Liter Löschschaum. Ähnliche Fahrzeuge haben bereits die Wehren in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd im Dienst. Sie können mittels einer großen Löschkanone, die sich auf dem Fahrzeugdach befindet, ein Wasser-Schaum-Gemisch verspritzen.

Den Hintergrund erklärte der Abtsgmünder Gesamtkommandant Holger Schmid am Montagabend den Mitgliedern des technischen Ausschusses des Gemeinderates. Das neue „TLF 4000“ wird das seitherige, über 27 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug „LF 16/12“ ersetzen. Gerade Abtsgmünd mit seinen abgelegenen Weilern und Höfen könne ein solches Fahrzeug gut gebrauchen. Denn nicht zu jedem Wohnsitz führe eine Löschwasserleitung, sondern nur eine Trinkwasserleitung, die bei einem großen Brand nicht viel nütze.

Gerade ein Wasser-Schaum-Gemisch sei beim Löschen sehr effektiv. Die Löschkanone könne auch bei Wald- oder Industriebränden effektiv eingesetzt werden. Unterschied, neben etwa dreifachem Wasservorrat: Das neue Fahrzeug habe drei Feuerwehrleute als Besatzung, das seitherige neun. Unterm Strich sei dies kein Nachteil, weil seit 2019 ein Mannschaftstransportwagen zur Verfügung stehe.

Der Technische Ausschuss votierte einstimmig dafür. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates am Donnerstag wird das Fahrzeug bestellt. Es kostet etwa 400 000 Euro und könnte frühestens im Sommer in Dienst gestellt werden.

⋌Manfred Moll

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