Schlemmen für ein Röntgengerät im fernen Nepal

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(v.li.) Martin Moll vom Biolandhof, Petra Pachner und Herwig Jantschik von "Zukunft für nepal" bieten bei Annette Hafner im Brauereigasthof Lamm in Untergröningen ein Benefizessen mit Yak.
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120 Gäste kitzelten ihren Gaumen im Brauereigasthof Lamm für den Verein „Zukunft für Nepal“

Abtsgmünd-Untergröningen. Statt Rostbraten und Schnitzel gab es am Samstag für 120 Gäste im Brauereigasthof Lamm in Untergröningen einen exotischen Gaumenschmaus: Klößchen und Gemüsewürfel mit Yak, geschmorter Yak Braten und „Shikarnie“ – gewürzter Joghurt mit Nüssen und Bananen. Koch Jochen Büchele zauberte im Auftrag von Wirtin Annette Hafner und begeisterte damit die Besucher. Der Hintergrund: Man schlemmte für den guten Zweck, denn der Erlös ging an den Verein „Zukunft für Nepal“ Ostwürttemberg.

Das Fleisch stammte vom Biolandhof Moll und kam gut an. „Wir wollen die Arbeit des Vereins in Nepal unterstützen“, erklärten Martin Moll und Diana Kurschat. Gesagt, getan, stifteten sie das Yak aus ihrer Herde in Bühlerzell. Dass diese Idee ein kulinarischer Volltreffer wurde, darüber freuten sich Petra Pachner und Herwig Jantschik vom Verein „Zukunft für Nepal“. Denn im Nullkommanichts war das Benefizessen ausgebucht.

Während Petra Pachner über das Angebot des Vereins in Nepal informierte, berichtete Martin Moll über seine Yaks auf dem Hof und seinen Weiden. Denn die Tiere, die in Nepal heimisch und dort unersetzliche Nutz- und Lasttiere für die Bevölkerung sind, fühlen sich auch in Bühlerzell, Kreis Schwäbisch Hall wohl. Robust und ganzjährig auf den Weiden hat es sich rumgesprochen, dass deren Fleisch äußerst schmackhaft ist. Das war auch den Schlemmenden im Lamm anzusehen. „Wir waren neugierig“, begründete so etwa ein Gastpaar. Und genoss sichtlich das kulinarische Angebot.

Petra Pachner bot viel Wissenswertes über die Arbeit des Vereins. So konnte bereits ein Bildungszentrum gebaut werden, in dem rund 300 Kinder und Jugendliche Schulbildung und eine Ausbildung in der Metall- und Holzverarbeitung erhalten. Aktuell gibt’s 20 Auszubildende. Dazu gibt es Schulspeisung. „Das Bildungszentrum hat ein Alleinstellungsmerkmal und soll Perspektiven und eine Zukunft bieten“, so Pachner. Zumal die Bewohner ansonsten keine Chance auf duale Ausbildung haben.

Der Erlös des Benefizessens ist für das neueste Projekt bestimmt. In der Region Dhading soll eine Ambulanz errichtet werden. Darin geht es um Erstversorgung bei Krankheit und Verletzung. Zudem möchte man die Patienten in das nächstgelegene Krankenhaus transportieren, wenn intensivere medizinische Betreuung nötig ist. Und hier fehlt ein Röntgengerät. Um die Kosten für die Anschaffung tragen zu können, ist man nun auf der Suche nach Spendern. Das Benefizessen ist hierfür nur eines der Angebote. Anja Jantschik

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