Umgehung für Untergröningen: Das Land ist am Zug

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Mehrfachblutspender ehrte Ortsvorsteher Thomas Bacher(v. r.) mit Julia Kühner, Alexander Riek (je zehn Mal), und Gabriele Stelzer (25 mal). Links Bürgermeister Armin Kiemel.
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Ortschaftsrat Mehrfachblutspender wurden geehrt. Weiter ging es um den Haushalt und um Baugebiete.

Abtsgmünd-Untergröningen. Julia Kühner und Alexander Riek wurden im Ortschaftsrat für je zehn Mal Blutspenden ausgezeichnet, Gabriele Stelzer erhielt für 25 Mal Spenden die goldene Ehrennadel. Alle bekamen eine Anerkennung der Gemeinde. „Sie helfen Leben zu retten, sind Vorbilder, motivieren hoffentlich andere und zeigen Verantwortung für die Gesellschaft“; sagte Ortsvorsteher Bacher.

Bacher stellte den neuen Hausmeister für mehrere Gemeindeobjekte, Paul-Josef Eigenbrodt, vor. Er kommt aus dem Teilort und ist seit Anfang des Monats im Dienst.

Bürgerfragestunde: Ein Bürger monierte den ungepflegten Zustand der Kriegsgräber auf dem Friedhof, forderte, das schnellere Internetgeschwindigkeit in Teilen des Ortes und kritisierte, dass die Kochertalmetropole für rund 1,8 Millionen Euro saniert würde, während man bei der Turn- und Festhalle „seit 20 Jahren nur redet“, statt endlich rund 500 000 Euro in Barrierefreiheit und kleinere Verbesserungen zu investieren. Bacher versprach, dass die Kriegsgräber hergerichtet würden. Beim Internet laufe der Ausbau „Weiße Flecken“ gerade an und werde bis 2024 deutliche Verbesserungen bringen. Und zur Turnhalle meinte er, die Sanierung sei 2020 zurückgestellt worden, weil die Kochertalmetropole dringender sei. Hier sei das Dach undicht und im Zuge dessen seien auch weitere Sanierungsarbeiten beschlossen worden. Bürgermeister Armin Kiemel bestätigte dies.


Teilortsumgehung: Mit einer kurzen Umgehung soll der Durchgangsverkehr um den Ort geführt werden. Kiemel erläuterte den Stand. Demnächst werde der Vertrag mit dem Land über den Bau der nötigen Kanäle und eines Regenüberlaufes unterzeichnet, die die Gemeinde vorab bauen müsse. Den Großteil der Kosten von 1,9 Millionen Euro trägt das Land. Im Herbst sollen die Arbeiten ausgeschrieben und 2022 erledigt werden - inklusive der Renaturierung und das Erlebbarmachen des Kochers sowie Hochwasserschutzmaßnahmen. Die Planung für die Umgehung liege in Stuttgart zur Genehmigung. Sobald diese erfolge, sollen auch diese von der Straßenbaubehörde ausgeschrieben werden.

Baugebiet Brunnenhalde: Alle 30 Bauplätze des Bauabschnitts 2 sind in Rekordzeit verkauft, so Bacher. Für die 15 Plätze im geplanten Abschnitt 3 gebe es 19 Bewerber, davon sieben aus dem Teilort. Laut Kiemel sind drei Mehrfamilienhäuser geplant. Sobald Einigung mit den Grundstückseigentümern erfolgt sei, solle die Erschließung ausgeschrieben werden. Manfred Riek sagte, dass der Ortschaftsrat zeitnah in einer Klausur, möglichst mit Kiemel, über die Entwicklung des Ortes beraten wolle.

Haushalt 2022: Bei den Wünschen für Investitionen wurde die Sanierung der Turnhalle genannt, und die Aktualisierung deren zehn Jahre alter Planung. Manfred Riek schlug die Installation von zwei Warnsirenen für Hochwasser oder Hangrutschungen bei Starkregen vor. Wilfried Horlacher regte eine Beschattung und mehr Stühle für die Aussegnungshalle des Friedhofs an. Jürgen Eschenhorn

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