Verlust: Dr. Erich Zimmermann verstorben

+
Dr. Erich Zimmermann ist nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

Der Lions Club Schwäbisch Gmünd - Aalen - Ellwangen trauert um seinen langjährigen Freund.

Abtsgmünd/Schwäbisch Gmünd/Augsburg. Der Lions Club Schwäbisch Gmünd - Aalen - Ellwangen trauert um seinen langjährigen Freund Dr. Ing. agr. (Universität Hohenheim) Erich Zimmermann (Jahrgang 1940), der nach langer schwerer Krankheit am 11. Januar verstorben ist. Erich Zimmermann war seit 1984 Clubmitglied, Schatzmeister, Activity-Beauftragter und Präsident der Jahrtausendwende 2000/01. „Er war ein guter, treuer Freund und ein wunderbarer Mensch“, sagt Professor Dr. Reinhard Kuhnert und zitiert einen österreichischen Freund, der schrieb, Zimmermanns Tod sei, als sei ihm ein Stück von ihm selbst genommen worden.

Zimmermanns erste und großartige Erfolge als Unternehmer waren auf dem Schweizerhof in Untergröningen, wo er mit seiner Familie lebte. Sohn und Tochter tun dies noch heute.

„Zika“ kreiert

Dort kreierte er die außergewöhnliche Marke „Zika“, Zimmermannkaninchen. Mit ihr wollte er einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers in der afrikanischen Sahelzone (später auch in China) leisten. Er entdeckte, dass die Angora-Kaninchen genügsam sind, wenig Wasser und Nahrung brauchen, dass ihr Fleisch besonders proteinhaltig ist und das Fell sich zudem für textile Bedürfnisse eignet: Es ist also vielseitig verwendbar - somit das ideale Nutztier in extremen klimatischen Bedingungen. Erich Zimmermann stieß mit seinem Zimmermannkaninchen aber bei den Afrikanern zunächst auf keine Gegenliebe, denn Kleintiere haben dort kein Prestige für seinen Halter, und so musste er Überzeugungsarbeit leisten, weshalb er diese Länder persönlich besuchte.

Dort wurden ihm dann besondere Leckerbissen angeboten: Rattenbraten. Er hat ihn mannhaft runtergeschluckt.

Als Lionspräsident förderte er den Untergröninger Kindergaten mit einem Kugelbad und stellte die bis heute gültige Verbindung zum Verein Schulprojekt „Cartagena/Kolumbien“ her.

Seinen 70. Geburtstag  feierte er 2010 an einem Faschingsdienstag mit Gaudiwurm vor dem Fenster schon in der großbürgerlichen Wohnung in der Parler Straße. Als die Krankheit sich immer mehr abzuzeichnen begann, feierte er noch einmal mit all seinen Freunden in Laubach in der Kabarettscheune von Ernst Mantel. Dann beschloss er mit seiner Frau, in eine seinem Alter und der Krankheit entsprechende Wohnung, in ein betreutes Wohnen umzuziehen, was mit einem Ortswechsel nach Augsburg verbunden war, wo er liebevoll von seiner Frau Anna umsorgt wurde. Dort ist er jetzt verstorben.

Zurück zur Übersicht: Kochertal

Kommentare