Wie die Burg zum Open-air-Atelier wurde

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Madlen Jäger (vorn) und Amelie Kiener malen verfremdete Eindrücke von Burg und Landschaft der Umgebung. Foto: je
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Vor allem Familien kamen zu „Neue Kunst in alten Mauern“ in Niederalfingen.

Hüttlingen-Niederalfingen. Drei Tage lang konnten die Besucher bei der Veranstaltung „Neue Kunst in alten Mauern“ auf der Burg Niederalfingen fünf jungen Künstlern bei ihrer Arbeit quasi über die Schultern schauen. Dabei waren in dem „Open Air-Atelier“ völlig unterschiedliche Stile und Materialien vertreten, man konnte Fragen zur Arbeit, zu den Ideen stellen und vieles anderes. Veranstaltet wurde das Ganze von der Burg Niederalfingen GmbH.

Zwar war der Andrang nicht ganz so, wie es sich Projektleiterin Minou Alirezazadeh von der GmbH und auch die Künstler zuvor erhofft hatten. Aber vor allem Familien mit Kindern nutzten die Gelegenheit zu einem Ausflug, um in die Kunst der Akteure vom Aalener Kollektiv K einzutauchen.

Und auch für die Kinder wurde etwas geboten, konnten sie doch ihre Kreativität in einer Ecke mit Farben verschiedener Art, Stiften oder Pinseln ausprobieren, frei experimentieren mit gestelltem Material und unterstützt von Künstlern des Kollektivs K. Gefragt waren auch die Modulationen oder die Jonglierkunststücke von Daniel Schiffner.

Sowohl Erwachsene und Kinder  beobachteten die jungen Künstler bei ihrer Arbeit. Madlen Jäger und Amelie Kiener erarbeiteten beispielsweise verfremdete Details der Burg beziehungsweise Verbindungen von Burg - Landschaft und den Mauern. Beide arbeiteten auch mit Ton, formten Details der Umgebung. Jakob Arold ließ seinen Ideen freien Lauf und malte in seinem bekannt abstrakten Stil. Roman Hilser wiederum schuf mit Acrylfarben und Ölpastellfarben auf einer Leinwand mit jeweils wenigen „funktionierenden“ Farben „Zufall und Chaos“, wie er es nannte.

Großformatige Landschaft war bei Tobias Kerger zu erkennen. „Das ist hier wie in einem großen Atelier, ganz toll zu beobachten“, meinte eine Besucherin, die in einer Gruppe, auf Steinen sitzend, den drei letztgenannten Künstlern zu sah.

Die Arbeiten der Künstler und einige Werke der Kinder wurden dann am Sonntag in einer Vernissage in den Stallungen ausgestellt. Sie werden dort auch eine Zeit lang zu sehen sein.

Musikalisch immer wieder untermalt wurde die Veranstaltung von der Ellwanger Band Lilak. Jürgen Eschenhorn

Roman Hilser schafft "abstrakten Expressionismus" auf Leintüchern.
Daniel Schiffner brachte Kindern jonglieren dabei, während im Hintergrund Jakob Arold malte.
In einer ecke konnten Kinder ihre Kreativität ausprobieren.

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