Zeltlager Zimmerbergmühle: auch nach 70 Jahren voll im Trend

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Seit zwei Jahren sind Axel Miske (links) und Manuel Lang die leitenden Betreuer.
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106 Kinder verbringen eine gute Zeit im Zeltlager Zimmerbergmühle. Was Corona verändert hat.

Abtsgmünd-Zimmerberg. 17 Tage lang erleben die Kinder im Zeltlager Zimmerbergmühle Spiel, Spaß und Abenteuer. Auf dem riesigen Gelände haben die Kinder viel Platz. Hier wird Volleyball, Völkerball oder auch Fußball gespielt. Auch eine große Feuerstelle darf dort für das traditionelle Lagerfeuer nicht fehlen.

106 Kinder, 29 Betreuer, 2 Wochen Zeltlager

Bereits seit über 70 Jahren gibt es nun schon das Zeltlager Zimmerbergmühle in der Nähe von Abtsgmünd, das von dem Kreisjugendring Ostalb organisiert wird. Etwa 106 Kinder sind zurzeit im Lager. „Normalerweise genießen hier mehr als 200 Kinder ihre Sommerferien“, sagt Manuel Lang, einer der beiden leitenden Betreuer. Zusammen mit Axel Miske und den 29 ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern gestalten sie auch in der Corona-Pandemie ein umfangreiches Programm für die Kinder. Bis Sonntag, 15. August, ist der „erste Abschnitt noch hier“, erklärt Miske. Dann kommt der zweite Abschnitt. Bedeutet: gleiches Programm nur eine andere Gruppe.

Planer sind mit dem Verlauf des Zeltlagers zufrieden

Dass das Zeltlager überhaupt stattfinden kann, lag lange in der Schwebe. „Es war ein großes Zittern“, sagt Miske. Vor allem, da die Planungssicherheit fehlte. Erst Mitte Juni konnten sie mit der Planung richtig durchstarten. „Normalerweise sind wir spätestens im März mit der kompletten Planung durch“, sagt Manuel Lang. Trotzdem seien sie mit dem Endergebnis höchst zufrieden. Und es lohnt sich. „Bei den Kindern und Eltern gibt es nur positives Feedback“, sagt Miske. Viele der Kinder seien jährlich hier und „ es ist einfach schön zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln“, erklärt Miske.

Doch durch Corona hat sich einiges verändert. Tests und Abstand halten stehen auch hier an der Tagesordnung. „Wir haben vom Land die Vorgabe erhalten, zweimal an nicht aufeinanderfolgenden Tagen zu testen“, sagt Lang. „Wir mussten den Kindern nicht mal erklären, wie es geht“, sagt er. „Wir Betreuer haben auch Schulungen gemacht, um die Tests durchzuführen“, erklärt Miske. Die Ergebnisse seien bislang erfreulich. „Es gab weder einen positiven noch einen ungültigen Test.“

Zum Glück gibt es noch keinen Coronafall

Auch bei der Abstandsregelung haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir haben die insgesamt 20 Zelte in Länder eingeteilt“, sagt Miske. Bedeutet: Die Kinder bleiben über die meiste Zeit nur mit ihren „Landsmänner“ zusammen. Bei Spielen oder beim gemeinsamen Essen heißt es dann, dass nur die einzelnen Länder zusammensitzen oder spielen. „Das war für uns das Einfachste“, sagt Miske. So könne bei einem positiven Fall nur das „eigene Land“ in Quarantäne, während die anderen Gruppen wie gewohnt weiter machen – zum Glück sei das bisher nicht vorgekommen.

Da auch die Anzahl der Kinder begrenzt ist, dürfen in diesem Jahr nur Kinder ab neun Jahren teilnehmen. „Da spielte das Heimweh eine große Rolle“, sagt Lang. Immer wieder gebe es Kinder, die nach einer Zeit Heimweh hätten. „Da wäre es schade, wenn ein junges Kind wegen Heimweh gehen müsste und ein älteres Kind dafür keinen Platz bekommt“, erklärt Lang weiter. Dazu kommt das der Besuchssonntag wegen Corona ausfällt. Daher seien in diesem Jahr nur Kinder von neun bis 13 Jahren vor Ort, sagt er weiter.

Zoe Kapoor

Eine große Fläche hat das Zeltlager, es gibt ein Fußballfeld, einen Volleyballplatz und einen Platz für Völkerball.
Jungs und Mädchen sind hier getrennt. Die Mädchen haben elf Zelte und bei den Jungs gibt es neun Zelte.
Für viel Spaß ist gesorgt.
Auch das traditionelle Lagerfeuer darf nicht fehlen.

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