30 Corona-Fälle bei der ZF in Alfdorf

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ZF.

200 weitere Mitarbeiter aus den Bereichen Entwicklung/Engineering müssen vorsorglich bis zum 3. Mai zu Hause bleiben.

Alfdorf. Es musste irgendwann so kommen, dass auch bei Arbeitgebern im Rems-Murr-Kreis das Coronavirus trotz aller Schutzmaßnahmen der Firmen nicht vor der Türe haltmacht. Wie sich das Virus bei der ZF in Alfdorf, einem der größten Arbeitgeber im Welzheimer Wald, genau verbreitete, müssen die Kommunen und Städte, in denen die betroffenen Mitarbeiter wohnen, zusammen mit dem Gesundheitsamt nun untersuchen.

Aber fest steht: „30 Mitarbeiter der ZF in Alfdorf sind aufgrund nachgewiesener Corona-Fälle in Quarantäne. Diese Mitarbeiter haben sich krankgemeldet. Außerdem haben wir als Unternehmen vorsorglich 200 weitere ZF-Mitarbeiter aus der Entwicklung nach Hause geschickt, damit sich das Virus nicht weiter im Unternehmen ausbreiten kann“, bestätigt Mirko Gutemann, Pressesprecher der ZF Alfdorf, auf Nachfrage.

Die Mitarbeiter, die bereits seit Monaten zu Hause im Home-Office arbeiten können, seien natürlich nicht betroffen. „Es sind 30 bestätigte Corona-Fälle aus der Entwicklung und dem Engineering. Wir versuchen nun alles, und daher haben wir 200 weitere Kollegen nach Hause geschickt“, so Mirko Gutemann. Seit Dienstag, 27. April, und bis mindestens Montag, 3. Mai, sind die 200 Mitarbeiter nun nicht mehr im Betrieb. Die Mitarbeiter, bei denen Corona bereits nachgewiesen wurde, sind mindestens 14 Tage in Quarantäne.

Schnellimbiss als Auslöser?

Bei der Kontaktnachverfolgung wird es allerdings schwer. Denn Alfdorf liegt im Rems-Murr-Kreis, grenzt aber direkt an den Ostalbkreis, und zahlreiche Mitarbeiter wohnen nicht in Alfdorf, sondern arbeiten eben nur bei der ZF in Alfdorf. Laut Martina Keck, Pressesprecherin des Landratsamts Waiblingen, sei es daher nicht einfach, alle Kontakte sofort nachzuvollziehen. Die jeweiligen Kommunen, in denen die Mitarbeiter wohnen, müssten nun erst einmal mit der Kontaktnachverfolgung starten. Ob sich dann ein oder mehrere Auslöser ergeben, müsse man abwarten. Vermutet wird unter einigen Mitarbeitern, dass der mögliche Hotspot ein Schnellimbiss in Alfdorf sei, wo sich viele Mitarbeiter oft zum Essen treffen.

Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz erklärte auf Nachfrage: „Aktuell haben wir in Alfdorf sieben neue Corona-Fälle dazubekommen. Aber wir wissen noch nicht, ob diese sieben Fälle in einem Zusammenhang mit den Fällen bei der ZF stehen. Ich hoffe nicht, dass sich noch mehr Leute angesteckt haben oder gar krank werden, und ich werde Kontakt mit der ZF aufnehmen, um helfen zu können.“

Jörg Hinderberger

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