349 Jugendliche formulieren Wünsche

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Für junge Leute in Alfdorf soll es passende Angebote geben. Eine Umfrage traf auf große Resonanz. Digitale Schnitzeljagd ab Freitag.

Alfdorf

Sehr gespannt zeigte sich Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz noch zu Beginn der Umfrage für junge Alfdorfer. Wie wohl die Resonanz ausfallen würde, fragte er sich im Mai. Jetzt gibt es ein Ergebnis, das er „einfach toll“ findet. Denn rund 400 Antworten auf die Umfrage flatterten ins Rathaus. Allerdings können davon nur 349 ausgewertet werden. Grund hierfür ist, dass sich auch auswärtige Jugendliche oder Teilnehmer daran beteiligt hatten, die dem Jugendalter bereits entwachsen sind, wie Krötz beschreibt.

Bereits vor eineinhalb Jahren schob Michael Segan als Amtsvorgänger von Bürgermeister Ronald Krötz einen Prozess an, der unter dem Thema „Jugendmeile“ startete. Auftakt war damals eine Schulveranstaltung. Bedingt durch Amtswechsel und Coronapandemie hörte man lange nichts mehr von diesem Thema. Dennoch hat sich hinter den Kulissen einiges getan. So wurden zwischenzeitlich beantragte Fördergelder in Höhe von 15 000 Euro bewilligt. Mit im Boot sitzen nun auch das Kreisjugendamt und die Schulsozialarbeit der Schlossgartenschule. Es gab bereits diverse Treffen.

Nicht nur der Hauptort, sondern auch die Teilorte sollen mit Angeboten für Kinder und Jugendliche aufgerüstet werden. Vielfältig und je nach Nachfrage. Es soll keine Eintagsfliegen geben, sondern die Angebote sollen eine breite Masse an Jugendlichen ansprechen.

Zudem soll ein Netzwerk geschaffen werden, in dem sich auch die Kirchen und Vereine, die „eine hervorragende Jugendarbeit machen“, widerspiegeln, so der Bürgermeister. Doch jetzt wollen die Beteiligten erstmal wissen, was die Kinder und Jugendlichen wollen. Und die Auswertung der Umfrage steht jetzt auf dem Programm. Diese war sowohl in den sozialen Medien als auch per schriftlicher Umfrage, die Anfang Mai in den Briefkästen landete, durchgeführt worden. „Wir haben 578 Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren sowie 291 zwischen 18 und 21 Jahren“, erklärt Krötz. Und freut sich, dass nun so viele der Angefragten ihre Wünsche und Vorstellungen an die Gemeinde weitergegeben haben.

Wir wollen alle Richtungen an Jugendwünschen ausloten.“

Ronald Krötz,

„Wir wollen alle Richtungen an Jugendwünschen ausloten und, wenn möglich, nachhaltig umsetzen“, so Krötz. Es gehe also nicht um blinden, kurzfristigen Aktionismus, sondern um einen Prozess. Und der sieht als nächstes dies vor:

Am Freitag, 11. Juni, startet eine digitalen Schnitzeljagd, bei der auch die Vereine ermuntert werden, mitzuwirken. Örtliche Plätze für die Umsetzung diverser Angebote sind hier im Fokus. Ein „Jugend-Hearing“ im Juli soll folgen. Um dann das Konzept „Jung sein in der Kommune“, kurz PJuK, darzustellen. Mit schrittweiser Umsetzung.

Vielleicht, so wünscht sich Krötz, könne sich hier ein langer und nachhaltiger Prozess für die Jugendarbeit ergeben, aus dem sich bestenfalls ein Jugendbeirat oder Jugendgemeinderat herauskristallisieren könnte. „Das Thema braucht Zeit“, macht der Bürgermeister deutlich, dass auch das jugendliche Engagement gefördert werden soll. Bestenfalls mit Unterstützung aus Reihen der Elternschaft. So gehe es etwa auch um die Suche nach Standorten für Aktionsflächen, die bei der Schnitzeljagd ab Freitag präsentiert werden. Etwa große, bereits asphaltierte Flächen. Sowohl im Hauptort, als auch in den Teilorten. Auf jeden Fall ist nun das Jugendprojekt angeschoben und im kommunalen Fokus. Als Beispiel nennt Krötz etwa den bereits befestigten Parkplatz am Feuersee in Pfahlbronn oder eine Fläche unterhalb der Tennisplätze in Alfdorf. Der Entwicklungsprozess werde zeigen, wo die Reise hingehe.

So geht's zur digitalen Schnitzeljagd

Actionbound und Ideenwerkstatt: Am Freitag, 11. Juni um 16 Uhr informiert Bürgermeister Ronald Krötz live auf Instagram über die Aktionsphase und Ergebnisse der Jugendbefragung. Dazu „RONALDKROETZ“ auf Instagram folgen und live gehen mit dem Bürgermeister. Mehr auf www.alfdorf.de, www.facebook.com/ronaldkroetz und in der Alfdorf-App. an

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