Angebote für „Urlaub daheim“ werden ausgebaut

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Symbolfoto

Der Schwäbisch-Fränkische Wald will auch Naturpark-Kindergärten anbieten.

Murrhardt/Obersulm. Bei der Mitgliederversammlung des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald wurde der langjährige Naturparkgeschäftsführer Bernhard Drixler offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Er prägte über 25 Jahre die Geschicke des Naturparkvereins.

Die Bürgermeister Uwe Bossert aus Spiegelberg und Christoph Jäger aus Großerlach übergaben das Startschild des neuen „Bernhard-Drixler-Weg“, der zu dessen Ehren entworfen wurde. Es handelt sich um einen knapp 14 km langen Rundwanderweg zwischen Spiegelberg und Großerlach. Bernhard Drixler ließ die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren.

Geschäftsführer Karl-Dieter Diemer berichtete über die letztjährige und aktuelle Naturparkarbeit. Durch die Aufstockung der Landeszuschüsse konnten in der Naturparkgeschäftsstelle zwei zusätzliche Stellen geschaffen werden. Somit sind nun neben der Geschäftsführung vier Projektmanagerinnen auf der Geschäftsstelle beschäftigt, die die vier Handlungsfelder (Bildung für nachhaltige Entwicklung, Regionalvermarktung, Nachhaltiger Tourismus und Biodiversität) bearbeiten. Daneben ist eine Buchhalterinnenstelle und ab November eine Teilzeitstelle besetzt.

Neue Projekte im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen Naturpark-Kindergärten als Ergänzung zu den Naturpark-Schulen sein sowie ein weiterer Ausbildungsgang für neue Naturparkführer. Das Thema Ernährung und Direktvermarktung soll im Handlungsfeld Regionalvermarktung stärker eingebunden werden. Der „Urlaub daheim“ wurde durch die Corona-Pandemie zu einem wichtigen Thema, daher sollen im Naturpark passende Angebote weiter ausgebaut und Waldgesundheit und Waldbaden im Handlungsfeld Nachhaltiger Tourismus als neues Projekt entwickelt werden. Die Planung für eine Umgestaltung der Naturpark-Erlebnisschau im Naturparkzentrum sollen im Frühjahr 2022 beginnen.

Die Naturparkführerin Sabine Reiss gab einen kurzen Überblick über die Arbeit der Naturparkführer. Durch die Corona-Pandemie mussten viele Aktivitäten und Veranstaltungen ausfallen. Einige Naturparkführer haben sich am neuen Projekt „Naturpark Bounds“ beteiligt und verschiedene Bounds im Naturparkgebiet eingerichtet. Das Angebot soll erweitert werden.

Die Abwicklung und Planungen der Projekte in der Naturparkförderung wurden der Versammlung von der stellvertretenden Naturparkgeschäftsführerin Sabine Rücker vorgestellt. Ab sofort können Anträge für eine Naturpark-Förderung 2022 gestellt werden. Die Fördermittel des Naturparkvereins sind ähnlich wie in den Vorjahren verfügbar: 77 540 Euro nationale Mittel sowie 275 029 Euro EU-Mittel.

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