Das „Flaggschiff“ wird aufpoliert

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Beim Mühlentag 2018 konnte das neue Mühlrad an der Hummelgautsche bewundert werden.
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Der Mühlenwanderweg im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald wird mit neuer Beschilderung, QR-Codes, Mobiliar und Familienwanderweg noch attraktiver gestaltet.

Waiblingen

Seit seiner Konzipierung im Jahr 1978 ist der Mühlenwanderweg ein echter Publikumsmagnet. Alljährlich zum offiziellen Mühlenwandertag am Pfingstmontag begehen ihn tausende Paar Wanderschuhe. Alle Generationen genießen den Gang durch die idyllische Natur im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Er hat sich zum „Flaggschiff“ und „Aushängeschild“ gemausert, wie die Geschäftsführerin des Schwäbischer Wald Tourismus, Barbara Schunter, beschreibt. Fakt ist, dass sich in diesen über 40 Jahren die Gewohnheiten der Wanderer natürlich verändert hat. Und dieser Veränderung will man nun gerecht werden. Ein Förderantrag seitens des Landratsamts Rems-Murr-Kreis ist mittlerweile gestellt. Unter seiner Regie wurde einst der Mühlenwanderweg aus der Taufe gehoben.

Eingebettet im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, erläutert der neue Geschäftsführer des Naturparks, Karl-Dieter Diemer, was man alles optimieren will, um den Mühlenwanderweg auch weiterhin als Publikumsmagnet präsentieren zu können.

So möchte man zum einen in den Bereichen, in denen es möglich ist, die Besucher von den asphaltierten Wegen auf Naturwege leiten. Zum anderen soll die Beschilderung optimiert werden. Etwa auch an den Wanderparkplätzen. Und obendrauf gibt es noch einen QR-Code mit Infos, etwa zur Gastronomie. „Und in 40 Jahren hat sich eben einiges verändern. Es wird aktualisiert“, erläutert Diemer.

Auch die Möblierung an den Wanderwegen wird erneuert, beziehungsweise ergänzt. Da geht’s um Bänke, Liegen oder auch Sitzgruppen. Es gibt also viel zu tun, denn der Mühlenwanderweg bietet insgesamt 37 Kilometer entlang an elf Mühlen auf den Gemarkungen der 48 Kommunen im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, die in ihrer Art einzigartig sind mit der jeweiligen Technologie. „Ein Alleinstellungsmerkmal unter den vielen Mühlenwanderwegen in Deutschland“, betont Barbara Schunter als Geschäftsführerin des Schwäbischer Wald Tourismus.

Und einen ganz neuen Wanderweg für Familien will man zudem neu präsentieren, wie Karl-Dieter Diemer vom Naturpark verrät. Dieser soll sich über sechs Kilometer in Dreiecksform zwischen Hüttenbühl, Voggenbergmühle, Heinlesmühle und Schillinghof erstrecken.

2022 ist das Ziel

Nachdem der offizielle Mühlentag bereits zweimal der Corona-Pandemie zum Opfer fiel, hat der Naturpark nun den Mühlentag am Pfingstmontag 2022 im Visier. „Der ist nun unser Ziel“, erklärt Diemer.

Zu den Neuerungen mit Familienrundwanderweg, Überarbeitung der Beschilderung, Ergänzung dieser an Parkplätzen und der Installierung von QR-Codes macht Diemer allerdings auch klar: „An der Grundstruktur des Mühlenwanderweges wird sich nichts ändern.“ Aber zur besseren Orientierung wird die Digitalisierung künftig eine Rolle spielen. Hier werden alle Wander- und Radwege sowie POIS (Points of interest), wie beispielsweise die Gastronomie oder Ausflugsziele im Naturpark erfasst und auf verschiedenen Kanälen ausgespielt. Im Gespräch mit ihm fühlt man den Elan, mit welchem ans Werk gegangen wird. Denn die Spitze des Naturparks hat eine komplett neue Riege. Karl-Dieter Diemer ist neuer Geschäftsführer, Jasmina Kotrba, Elena Schick, Sabine Rücker und Franziska Hornung hat er zur Unterstützung der Projekte an seiner Seite. Am selben Strang zieht der Murrhardter Bürgermeister und Vorsitzende des Naturparks, Armin Mößner.

„An der Grundstruktur des Mühlenwanderweges wird sich nichts ändern.“

Karl-Dieter Diemer,, Geschäftsführer des Naturparks
  • Wandern auf „Naturwegen“ - der Mühlenwanderweg
  • Der Mühlenwanderweg verbindet auf einem 37 Kilometer langen Rundweg elf der schönsten noch erhaltenen Mühlen im Schwäbischen Wald. Wem der Hauptwanderweg zu lang ist, für den stehen fünf kürzere Rundwanderwege mit einer Länge von 10 bis 18 Kilometer zur Verfügung. Das Wandern auf „Naturwegen“ erfordert jedoch die richtige Ausrüstung, also feste Wanderschuhe und Trittsicherheit. Je nach Witterung können manche Streckenabschnitte matschig, rutschig und holprig sein. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet auf www.schwaebischerwald.com

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