Die Ostergeschichte als Erlebnis für alle Sinne

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Eine Station des Alfdorfer Osterwegs - insgesamt acht Stationen gab es zu besuchen.

Mit Hörspielen, Bastelarbeiten und Bewegungsspiele war in Alfdorf Ostern für die ganze Familie inszeniert.

Alfdorf. Er ist wieder zurückgebaut, erklärt Margarete Kuhn von der Alfdorfer Gemeinde für Christus, und sie sagt es bedauernd. es geht um den österlichen Erlebnisweg, der an acht Stationen, das Leben, Leiden und die Wiederauferstehung des Herrn in familien- und kindgerechten Erklär-Stationen „be-greifbar“ gemacht hatte.

Die Alfdorfer Gemeinde für Christus hat dabei alle modernen Medien genutzt, um den interaktiven Bibelweg virtuell und spielerisch zu inszenieren. Margarete Kuhn kann von einer großartigen Besucher-Resonanz sprechen und damit dem erreichten Ziel, „auch in Zeiten von Corona Ostern mit möglichst vielen Sinnen erlebbar zu machen“.

Der Weg war durch die aufgestellten Stationsschilder selbsterklärend, als Wegweiser dienten bunte Schmetterlinge. Die Teilnehmer wurden am Anfang darum gebeten, die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten und konnten an allen Stationen, an denen sie sich aktiv beteiligten, ihre Hände an Desinfektionsspendern desinfizieren.

Am Startpunk, dem Parkplatz der dort angesiedelten ZF konnten sich die Besucher auf den rund zweistündigen kinderwagen- und rollstuhlgerechten Weg machen. Da gab es drei biblische Wundergeschichten zu erfahren, die in einem Zeichentrickheft bebildert und beschrieben wurden, mittels QR-Code konnten kleine Videos abgerufen werden. Alle Stationen waren mit gebastelten Schmetterlingen versehen, ein ausgelesener QR-Code brachte weitere Informationen als Auszüge aus einer Hörbibel, Liedern und kleine Aufgaben für die Kinder. Um die Last des Kreuzes „im Kleinen“ zu demonstrieren, konnte ein Stein aus einem Korb ausgewählt und weitergetragen werden.

Den Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag konnten die Kinder mit einem Steckenpferd einen abgesteckten Parcours quasi durchlaufen. Die Salbung Jesu durch die Jüngerin Maria mit einem kostbaren, stark duftenden Öl konnte nachgespielt werden, die Gemeinde für Christus stellte hierfür eine duftende Bodylotion zur Verfügung, „Maria gab mit dem Öl das Kostbarste, das sich in ihrem Besitz befand“, erklärt Margarete Kuhn dazu, die Besucher wurden an dieser Station angehalten, sich zu überlegen, was sie bereit wären für Jesu zu geben.

Beim angebotenen Gemeinschaftsmahl, in Anlehnung an das letzte Abendmahl von Jesu und seinen Jüngern wurden die Besucher mit abgepackten Keksen und Saftfläschchen versorgt, Holzstämme dienten als Sitzgelegenheit. In Richtung Bonholz befand sich die fünfte Station, die an die Ereignisse im Garten Gethsemane erinnerte. Im Garten Gethsemane rang sich Jesus im Gebet durch, den Weg zu gehen, den Gott für ihn vorgesehen hatte. Die Besucher konnten im Gebet an die biblische Station erinnern und kleine Gebetswürfel basteln. Wünsche, Sorgen und Anliegen der Besucher konnten in einem bereitgestellten Behältnis anonym abgegeben werden, „alle Wünsche und Anliegen wurden von unserem Gebetskreis aufgenommen“, erklärt Margarete Kuhn dazu.

Die Verleugnung Jesu durch Petrus wurde auf einer der letzten Stationen aufgegriffen. Ein QR-Code lieferte auch hier ein passendes Hörspiel, ein imitiertes Lagerfeuer lud zum Verweilen ein. Mit einer symbolischen Handlung, dem Ablegen des schlechten Gewissens, und um Jesus um Vergebung zu bitten, konnten die Besucher, die bis hierhin mitgetragenen Steinen am Kreuz ablegen. Zur Erinnerung gab es die Möglichkeit sich sein „eigenes Kreuz“ zu basteln.

Die letzte Station symbolisierte die Auferstehung Jesu mit einem leeren „Grab“. Als Zeichen für das Leben und die Hoffnung auf die Auferstehung konnten kleine Becher mit Kressesamen gefüllt, oder Schmetterlinge gebastelt werden. Die positive Resonanz freut die Gemeinde für Christus, „wir haben sehr viele erfreuliche Feedbacks erhalten“, meint Kuhn. Andrea Rohrbach

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