Pflegeheim muss Kloster verlassen und fordert Stadt zur Unterstützung auf

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Die Evangelische Heimstiftung muss das Kloster Lorch bis 2031 verlassen und wünscht Grundstücksangebot seitens der Verwaltung.

Heimstiftung muss das Kloster bis 2031 verlassen und wünscht Grundstücksangebot seitens der Verwaltung.

Lorch. Seit ihrer Gründung 1952 betreibt die Evangelische Heimstiftung das Pflegeheim Kloster Lorch. Derzeit leben 34 Menschen im Abtsgebäude, teils in Doppelzimmern. Nun sieht die Landesheimbauverordnung vor, dass diese in Einzelzimmer umgewandelt und weitere Auflagen erfüllt werden. Die Frist dafür läuft 2031 aus. Ein Um- oder Neubau auf dem Klostergelände sei nicht machbar, teilt die Heimstiftung mit. Deshalb möchte sie im Stadtzentrum eine neue, moderne Pflegeeinrichtung bauen – „doch dafür braucht es die aktive Unterstützung der Stadt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Heimstiftung brauche dringend ein passendes und bezahlbares Grundstück, auf dem sie gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Pflegeeinrichtung entwickeln kann, die den Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger in Lorch entspricht, sagt deren Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. „Da ist vieles vorstellbar“, meint er weiter, vom Kleinpflegeheim im Wohngruppenmodell über Betreute Wohnungen bis zur ambulant organisierten Residenz mit Pflegewohnungen und Tagespflege.

Die Heimstiftung wünsche sich, dass zeitnah ein konstruktiver Diskussionsprozess mit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft beginne. „Sollten wir im Verlauf der beiden nächsten Jahre kein passendes Grundstück zu einem vertretbaren Preis von der Stadt angeboten bekommen, dann werden wir uns leider darauf vorbereiten müssen, das Pflegeheim spätestens zum Ablauf der Befreiung zu schließen“, sagt Schneider.

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