1000 Pakete für ukrainische Kinder

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Philipp und Julia Stadel (beide links) zeigen mit Pfäffle-Geschäftsführer Detlef Behrens einen der 1000 Spendenkartons. Mit auf dem Bild ist Dascha, einer der Ukrainerinnen, die dank des Ehepaars Stadel und Behrens seit März in Lorch leben. Foto: privat
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Lorcher Familie und Firma Pfäffle rufen vor Weihnachten zur Spendenaktion auf. 

Lorch. Kurz nach Kriegsausbruch in der Ukraine organisierten Julia und Philipp Stadel einen Hilfskonvoi von Lorch an die ukrainische Grenze. Sieben Frauen und Kinder brachten Philipp Stadel und Denis Rduch damals im März mit zurück nach Lorch. Pfäffle-Geschäftsführer Detlef Behrens nahm die Menschen auf.

Die Situation in der Ukraine lässt das Ehepaar Stadel und Detlef Behrens nicht los: Jetzt haben sie die Aktion „1000 Weihnachtspäckchen für ukrainische Kinder“ initiiert. Und jede und jeder kann helfen.

40-Tonner mit Hilfsgütern

„Weihnachten steht bevor, und da kam uns die Idee, Kindern in der Ukraine eine Freude zu machen“, schildert Philipp Stadel: „Ich habe von damals noch den Kontakt zu Menschen an der polnisch-ukrainischen Grenze.“ Zu Menschen also, die Hilfsgüter ins Kriegsgebiet verteilen. Und die seien von der Idee begeistert gewesen.

Alles Weitere organisierte das Ehepaar unter viel Aufwand innerhalb weniger Tage. Detlef Behrens war zudem gleich mit im Boot. „Wir bekommen über die Familien, die hier leben, täglich mit, was in deren Heimat weiterhin passiert“, sagt der Pfäffle-Geschäftsführer. Zusammen mit Kunden und Lieferanten, darunter etwa die Lufthansa, plane er, einen Lastzug mit Hilfsgütern zu füllen. In den 40-Tonner-Lastwagen kommen dann auch die 1000 Pakete der Weihnachtsaktion.

Die Kartons mit den Maßen 40 mal 30 mal 25 Zentimeter liegen ab Dienstag in den Rathäusern in Lorch und Waldhausen und zahlreichen Geschäften aus. Wer einen Karton füllen möchte, nimmt ihn samt Hinweiszettel mit nach Hause. Auf dem Zettel wird informiert, was in die Päckchen hineindarf, etwa Süßwaren, Spielzeug, Puppen, Knete, Bastel- und Schulsachen oder Hygieneartikel. „Keine Kleidung, Selbstgebackenes oder Kriegsspielzeug“, ist außerdem aufgelistet. Und eine Geschenkverpackung sei nicht gewünscht.

Auf dem Paket soll auf einem beiliegenden Zettel angekreuzt werden, ob für einen Jungen oder ein Mädchen gepackt wurde, und für welches Alter. Die Angaben sind in Deutsch und Ukrainisch vorgedruckt. „Die gefüllten Kartons sollten bis spätestens 7. Dezember wieder bei uns sein“, sagt Philipp Stadel, denn am 9. Dezember fährt Detlef Behrens den Lastzug eigenhändig in die ukrainische Grenzregion.

Was, wenn die 1000 Pakete nicht alle gefüllt werden? „Dann füllen wir den Rest selbst“, sagt Detlef Behrens. Er erzählt auch, dass momentan Decken und Schlafsäcke dringend benötigt werden. Philipp Stadel präzisiert: „Woll- und Fleecedecken, keine Steppdecken.“

⋌Cornelia Villani

So kann jeder mithelfen

Die 1000 Pakete stehen ab Dienstag zum Abholen hier bereit: Rathaus Lorch, Rathaus Waldhausen, Bäckerei Schulze in Lorch, Decoart`s Lorch, Dorfladen Waldhausen, Thera Z Waldhausen. Weitere Abholstationen können folgen.

Der Sammelpunkt für die gefüllten Pakete ist die Firma Pfäffle, August-Wilhelm-Pfäffle-Straße 4 in Lorch, und zwar an den Samstagen, 29. November und 3. Dezember, von 9 bis 13 Uhr, sowie am Mittwoch, 7. Dezember, 16 bis 18 Uhr.

Wer außerdem Decken und Schlafsäcke spenden möchte, kann diese auch bei der Firma Pfäffle abgeben.

Die Waren werden voraussichtlich am 9. Dezember in die Ukraine transportiert. cop

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